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MI | 11.04.2012
Bank (Bild: ORF)
VORBILDLICHE WIRTSCHAFT
Berufswelt profitiert von jungen Migranten
Die Wirtschaft habe bereits die Vorteile der Integration von Jugendlichen mit ausländischer Herkunft erkannt, sagt Anja Hagenauer, die Integrationsbeauftragte der Stadt Salzburg, auf der Enquete " Jugend ist Zukunft" am Freitag.
Nachholbedarf beim Öffentlichen Dienst
Während sich die Wirtschaft als Vorbild bei der Integration von ausländischen Jugendlichen erweise, hinken öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder die Polizei noch gewaltig nach.

Ein Umdenken sei dringend erforderlich, so ein Ergebnis der aktuellen Enquete der Plattform für Menschenrechte, das am Freitag im Salzburger Jugendzentrum IGLU vorgestellt wurde.
Knackpunkt Berufseintritt
Ein entscheidender Punkt für die Integration der Jugendlichen ist der Übertritt von der Schule ins Berufsleben.

Weil sich hier niemand um die Jugendlichen kümmert oder weil sie in vielen Berufen nicht erwünscht sind, scheitern sie oft, so Hagenauer.
Vorteile von Migranten gezielt einsetzen
Die Wirtschaft, beispielsweise Versicherungen, hätte aber längst erkannt, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund auch Stärken haben, sagt Hagenauer.

"Diese Menschen seien die besten Berater für Kunden die einen Migrationshintergrund haben", so Hagenauer.
Landesrätin türkischer Herkunft undenkbar?
Öffentliche Arbeitgeber sollten diesem Beispiel unbedingt folgen, fordert Hagenauer.

Wir seien zwar in Österreich sehr stolz, dass Arnold Schwarzenegger Gouverneur in Kalifonien ist, es sei aber kaum vorstellbar, dass in Salzburg eines Tages eine Frau mit türkischer Abstammung Landesrätin werde, beschreibt Hagenauer die Problematik.
Defizite vor allem im Bundesland
Josef Mautner, Sprecher der Plattform für Menschrechte, sagt die Stadt Salzburg sei bei der Integration auf einem guten Weg, im Bundesland Salzburg sehe es dagegen mit Integration schlecht aus.
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