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MI | 11.04.2012
Die Salzburger BZÖ-Kandidaten (Bild: ORF)
BUHLEN UM MITTELSCHICHT
BZÖ präsentiert Salzburger Kandidatenliste
Das BZÖ - neuerdings auch die 'Freiheitliche Liste Westenthaler - hat am Dienstag seine Kandidaten für Salzburg präsentiert. Erster ist Staatssekretär Eduard Mainoni. Die Partei buhlt vor allem um Wähler der Mittelschicht.
Wieder blau statt orange
Es gab viele Symbole bei der Präsentation im Cafe Stein: Da ist einmal das rundumerneuerte Erscheinungsbild der ehemals orangen Partei BZÖ. Durchgängig blau die Schrift, vor allem der Schriftzug "Die Freiheitlichen" und darüber ein Stempel "Das Original".

Der Wähler sei nicht so dumm, die beiden freiheitlichen Listen zu verwechseln, sagt Bündnisobmann und Salzburgs Listenerster Eduard Mainoni auf die Frage warum blau wieder orange ersetzt.
Mainoni: "Wir sind die Freiheitlichen"
Die Salzburger BZÖ-Kandidaten (Bild: ORF)
Es gehe vielmehr darum, dem Wähler zu erklären wer im dritten Lager die Mogelpackung ist, betont Mainoni.

"Margot Hofer, Franz Hornegger, Helmut Naderer und eine ganze Reihe anderer, die für das Bundesland Salzburg direkt ableiten lassen, dass wir die Freiheitlichen sind. Wir erwarten uns, dass wir unser Mandat im Nationalrat halten können und wir erwarten uns auch, dass wir wieder einen Freiheitlichen in der kommenden Bundesregierung vertreten sehen werden."
Margot Hofer will "drittes Lager" sammeln
Und wer die Orangen wählen soll, das zeigte ein zweites Symbol. Rechts von der Mitte sitzt Margot Hofer. Die ehemalige FPÖ-Landesrätin will Salzburgs ehemals starkes nationales Lager ansprechen.

"Ich weiß, dass viele Personen des sogenannten 'dritten Lagers' momentan ratlos, resigniert in der Diaspora, in den Gemeinden sitzen und ich möchte diese Personen motivieren, damit sie auch den freiheitlichen Weg der Liste Westenthaler mitgehen."
Forderungen wie die SPÖ
Links sitzt der Nationalratsabgeordnete Markus Fauland. Er stellt das politische Programm vor. Mehr Planstellen für die Polizei, um die Sicherheit in Salzburg zu erhöhen, kein Ausverkauf der Wasserkraft und eine Steuerreform, von der vor allem die Mittelschicht profitieren soll.

Das sind Themen, die sich klar vom Koalitionspartner ÖVP unterscheiden und Themen, die in Salzburg klar von der SPÖ besetzt sind.
"Sehr gutes bundesweites Ergebnis"
Das BZÖ werde sich auch nicht auf der Grundmandat in Kärnten verlassen müssen, ist Fauland überzeugt. Dafür bestehe "keine Notwendigkeit, weil ich davon ausgehe, dass wir ein sehr gutes bundesweites Ergebnis erreichen werden. Unser klar definiertes Ziel sind sieben Prozent oder mehr. So ist das Grundmandat in Kärnten dann das Sahnehäubchen auf unserer Torte, aber nicht ausschlaggebend."

Um im Parlament vertreten zu sein, müssen bundesweit vier Prozent der Wähler für eine Partei stimmen.
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