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MI | 11.04.2012
Hofmannshütte (Bild: Alpenverein)
GROSSGLOCKNER
Hofmannshütte: Abriss beschlossen
Eine der ältesten Alpenvereinshütten, die Hofmannshütte auf dem Großglockner, wird abgerissen. Das hat der Alpenverein jetzt beschlossen. Ein Neubau wird zwar überlegt, ist aber derzeit nicht finanzierbar.
Alpenvereinshütte seit 1862
Tausende Bergbegeisterte haben seit 1862 die Hofmannshütte beim Gamsgrubenweg auf dem Großglockner besucht oder auch übernachtet.

Seit dem Vorjahr ist die Schutzhütte geschlossen. Noch im Herbst dieses Jahres wird die Schutzhütte der Akademischen Alpenvereinssektion Wien abgerissen, bestätigt Hüttenwart Rainer Kschwendt aus Zell am See.
Kein Geld für Neubau
Nach ersten Schätzungen wird der Abriss knapp 100.000 Euro kosten. Eine Sanierung sei nicht mehr möglich, die Fundamente der Hütte seinen total verfault, sagt Rainer Kschwendt.

Der Österreichische Alpenverein hat sich zwar das Recht auf Wiedererrichtung gesichert, Kosten von eineinhalb bis drei Millionen Euro lassen diesen Plan jedoch wenig realistisch erscheinen.
Hüttenwart: "Wäre wirtschaftlich zu führen"
Eine neue Hofmannshütte ließe sich durchaus wirtschaftlich als Schutzhütte, als Nationalpark- und Alpenvereinsinformationszentrum aber auch als Aussichtpunkt für Massentouristen auf dem Großglockner führen, ist Hüttenwart Kschwendt überzeugt.

"Vielleicht lässt sich ja in der Landesregierung oder einem Ministerium eine Kasse öffnen, derzeit schaut es aber nicht so aus", so Kschwendt.
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