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MI | 11.04.2012
Rudolfskai bei Nacht (Bild: ORF)
"SCHNAPS VIEL ZU BILLIG"
Rudolfskai-Wirte weisen Kritik zurück
Nach den Polizeikontrollen am Wochenende an der Lokalmeile Rudolfskai kritisiert Altstadt-Marketing-Chefin Inga Horny die Wirte. Sie würden Hochprozentiges viel zu günstig ausschenken.
Werbelinie verteidigt
Jede Woche Ausschreitungen unter meist schwer alkoholisierten Jugendlichen? Welche Rolle spielt dabei die Geschäftspolitik von Wirten? Dobi Kalinovic, Geschäftsführer der Sega-Bar, verteidigt den billigen Alkohol.

In seinem Lokal bekommen die Gäste Wodka oder Tequila ab 1,20 Euro:
"Kaum Plätze für Jugend zum Feiern"
"Es gibt kaum Plätze im teuren Salzburg, wo die Jugend anständig und zu günstigen Preisen feiern kann. Wir haben auch viele alkoholfreie Getränke im Angebot. Diese sind ebenfalls sehr günstig zu haben.

Die niedrigen Preise bei Alkohol sind sicher auch ein Teil unseres Konzeptes. Andererseits kann sich jeder und jede völlig unabhängig davon betrinken. Wer das will, findet andere und noch günstigere Wege.

Wer schon betrunken ist, bekommt in unserem Lokal vom geschulten Personal übrigens keinen zusätzlichen Alkohol mehr."
Kritik von Horny
Inga Horny, Chefin des Altstadt-Marketing, sieht dennoch große Probleme bei den geltenden Preisen:
"Solche Werbemittel sind bedenklich"
"Ich finde das insgesamt nicht richtig. Junge Menschen unterschätzen oft die Wirkung dieser Getränke.

Es ist bedenklich, wenn die Gastronomie solche Dinge als Werbemittel für Lokale einsetzt. Diese Preisgestaltungen sind einfach unmöglich."
Viele Verstöße gegen Jugendschutz
Zu den Hauptgründen für Anzeigen auf dem Rudolfskai zählen übrigens Verstöße von Wirten bzw. von Eltern Minderjähriger gegen das Jugendschutzgesetz.
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