Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Pils aus dem Salzburger Flachgau. Bild: trumer.at
"SCHWARZBIER"-PROZESS
Freispruch für Sigl und zwei Geldstrafen
Mit einem Freispruch für den Obertrumer Brauer Josef Sigl und Schuldsprüchen für zwei seiner Mitarbeiter endete am Mittwoch der Prozess um die so genannte "Schwarzbier-Affäre".
"Keine Beihilfe zur Hinterziehung"
Wirte hatten in den 1990er Jahren unter anderem auch Trumer Bier verkauft, ohne Steuern dafür zu bezahlen.

Beihilfe zur Steuerhinterhinterziehung sei dem Brauereichef nicht nachzuweisen, so das Gericht in seinem Urteil.
Freispruch für zwei Beschuldigte
Wirte sollen bei der Brauerei Bier bestellt haben, ein Teil wurde über Lieferschein abgerechnet, ein anderer bar kassiert. Das Bier wurde dann zum Vollpreis, ohne Steuerabgaben weiterverkauft.

Brauereichef Josef Sigl und sein ebenfalls angeklagter ehemaliger Auslieferungschef hätten davon nichts gewusst, so der zuständige Richter: Freispruch.
300.000 und 110.000 Euro Geldstrafen
Doch der aktuelle Auslieferungschef und der Innendienstleiter seien in diese sogenannten Schwarzbiermachenschaften eingeweiht gewesen, so das Urteil.

Hohe Geldstrafen wurden verhängt: über den einen Verurteilten 300.000 Euro, den anderen 110.000 Euro - beide Summen allerdings teilweise auf Bewährung.
Sigl verteidigt seine Mitarbeiter
Er sei enttäuscht, dass zwei seiner Mitarbetier schuldig gesprochen wurden, sagte Trumer Bier-Chef Josef Sigl, der sich seit Jahren als Großsponsor von Kulturszenen und Jazz betätigt, nach dem Prozess. Er stehe weiterhin zu seinen beiden Männern.

Die am Mittwochabend gefällten Schuld- wie Freisprüche sind nicht rechtskräftig. Verteidiger und Staatsanwalt wollen noch überlegen.
Wirte zahlten nach
Betroffene Wirte wurden bereits zur Kasse gebeten: 85 Millionen Euro Steuernachzahlung wurden fällig.
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