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MI | 21.03 | 17:13
Beim Tanken (Bild: ORF)
Lockangebote
Spritsparmittel ohne Wirkung
Sie versprechen weniger Schadstoffe, eine Treibstoffersparnis und bessere Motorleistung: Tabletten oder Flüssigkeiten, die man einem vollen Tank hinzufügt. Diese Wirkungen entpuppen sich aber laut ÖAMTC als leere Versprechungen.
Als Tabletten oder Flüssigkeit. Meist über das Internet verkauft
Wenn es darum geht, die Spritsparmittel zu verkaufen, sind die Werbetexter sehr fantasievoll - und so werden schnell immense Ersparnisse versprochen. Wundermittel verschiedenster Art sind auf dem Markt und werden meist über das Internet verkauft.

"Die Spritsparmittel, die momentan angeboten werden, sind meistens in Tablettenform oder als Kraftstoffzusätze in flüssiger Form", sagt Jürgen Kotrasch vom ÖAMTC, "Diese Spritsparmittel werden dem Tank beigemengt und sollen dadurch den Verbrauch senken oder die Leistung steigern - durch bessere Arbeit der Einspritzdüsen oder durch bessere Zündergebnisse."
Kosten-Nutzen-Faktor gleich Null
Die Spritsparmittel kosten ab 20 Euro aufwärts - und sind damit meist teurer als die angeblich eingesparte Spritmenge.

Der Kosten-Nutzen-Faktor der Spritspar-Tabletten oder -Flüssigkeiten ist aber gleich Null, ergänzt Kotrasch: "Die Spritsparwunder ergeben so gut wie keine Ersparnisse. 99 Prozent davon wird nicht reduziert."
Auto an der Zapfsäule (Bild: ÖAMTC)
"Höchstens Filter könnte verschmutzt werden." Keine Motorschäden durch Zusätze
Wenigstens Schädigungen des Motors sind durch die Zugabe der Wunder-Pillen und -Wässerchen aber nicht zu erwarten, ergänzt Kotrasch.

"In der Regel wird nichts geschädigt. Es könnte sein, dass zum Beispiel ein Kraftstofffilter verschmutzt wird und dadurch zu wechseln ist. In der Regel greift das aber keine Dichtungen an, weil das von den Zusätzen her nicht möglich ist."
Lieber vorausschauend fahren
Anstatt also auf die Wirkung der Spritsparmittel zu setzen, rät der Autofahrerclub zu anderem Verhalten, um mit viel Geld möglichst weit zu fahren: Wer vorausschauend fährt, frühzeitig in den nächsten Gang schaltet und auf rote Ampeln zurollt, kann den Verbrauch bis zu zehn Prozent senken.