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MI | 21.03 | 17:09
Foto: Theater ecce
Theater ecce
Perversion von Armut und Ausgrenzung
"Theater für Arme" im Wortsinn präsentiert das Salzburger Theater ecce. Schauspieler aus fünf Ländern spielen Dostojewskijs "Schuld und Sühne"; in dem ein mit Armut geschlagener bis zum Mord geht.
Aktion: "Hunger auf Kunst"
Gleichzeitig ging mit der Premiere am Mittwochabend der Vorhang auf für eine Gratiskarten-Aktion. Titel: "Hunger auf Kunst und Kultur".

Die Armen, um die es in Dostojewskijs "Schuld und Sühne" geht, mussten sich Geld zu Wucherzinsen leihen, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Foto: Theater ecce
Regisseur Tritscher in Aktion
Kulturgenuss stand im zaristischen Russland nicht auf der "Speisekarte" jener Menschen, die nicht zu herrschenden Clans gehörten.

Doch heute sollten Mittellose am Kulturleben teilnehmen können, sind die Macher des Theaters ecce überzeugt.

Dafür steht die Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur", die der Salzburger Regisseur und Schauspieler Reinhold Tritscher mit vielen anderen Kulturschaffenden ins Leben gerufen hat:

"Bei den Salzburger Sozial-Initiativen können sich Bedürftige nun einen Pass abholen, mit dem sie gratis die Angebote von 30 Kultur-Initiativen nutzen und besuchen können."
Pfandleiherin und Schwester getötet
In "Schuld und Sühne" unter Tritschers Leitung geht es um den jungen Habenichts Raskolnikow, der eine Pfandleiherin und deren Schwester tötet, motiviert durch größte Not.
Auszug der langen Besetzungsliste
Rodion Raskolnikow: Daniel Bucher
Awdotja Romanowna: Nadine Konietzny
Pulcheria Raskolnikowa: Gerda Gratzer
Semjon Marmeladow: Jurek Milewski
Katerina Marmeladowa: Kerstin Rickmann

Sofja Marmeladowa: Samira Nabie
Polina: Waltraud Grasfurtner
Aljona Iwanowna: Gerda Gratzer
Lisaweta Iwanowna: Natalia Sarajlic
Porfirij Petrowitsch: Gerard Es ......
Vorstellungen
11., 15., 17., 18., 19., 23., 24., 25., 26. und 30. November 2005 sowie am 1., 2., 3., 9. und 10. Dezember 2005.

Beginn jeweils 19.00 Uhr im alten Kulturgelände Nonntal. Das Stück hatte Premiere am Mittwochabend, 9. November.
Stimmen von Kritikern
"... Dostojewskij und einer von Sucht und Suche besessenen Persönlichkeit sehr angemessen ..." (Salzburger Volkszeitung)

"... überzeugend gespielt. ..." (Salzburger Nachrichten)

"... schauspielerische Glanzleistung ..." (Berchtesgadener Anzeiger)

"Ein ergreifendes Stück Zerrissenheit ..." (Flachgauer Nachrichten)

"... fulminante one-man-show ..." (Oberösterreichische Nachrichten)

Feature
Hannes Eichmann, Gerald Lehner - ORF Radio Salzburg, salzburg.ORF.at