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MI | 21.03 | 17:06
Nationalsozialistische "Euthanasie" - Symbolfoto. Bild: www.zeitschatten.info
Gedenkfeier für Opfer der NS-"Euthanasie"
"Ihr Leben wäre lebenswert gewesen!" Mit diesem Motto wird Freitagnachmittag im Salzburger Kurgarten den Mordopfern der nationalsozialistischen "Euthanasie" gedacht. Beginn ist um 14.30 Uhr beim Mahnmal neben dem Schloss Mirabell.
Schau über "Euthanasie" der Nationalsozialisten. Bild: Verein Laube, Hallein
Mehr als 400 ermordete Kinder und Erwachsene allein aus Salzburg ...
Rückdatierter Erlass Hitlers
Bei den alljährlich im Herbst stattfindenden Gedenkfeiern wird an die mehr als 400 Salzburger und Salzburgerinnen erinnert, die der Aktion T4 und der Kinder-"Euthanasie" zum Opfer gefallen sind.

Legitimation für die Mordaktionen an psychisch
Kranken und Behinderten war ein vor genau 70 Jahren im Oktober 1939 unterzeichneter und auf den 1. September, dem Datum des Kriegsbeginns, rückdatierter "Führererlass".
Mühselige Standortsuche bis 1991
Mit diesem ermächtigte Hitler namentlich bestimmte Ärzte, dass „nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischer Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann“.

Das im „Bedenkjahr 1988“ vom Arbeitskreis Psychiatrie initiierte Mahnmal für die Opfer
der NS-Euthanasie in Salzburg wurde nach dreieinhalbjähriger Diskussion und mühseliger Standortsuche im November 1991 enthüllt.
Schau über "Euthanasie" der Nationalsozialisten. Bild: Verein Laube, Hallein
Freitag, 14.30 Uhr
Die Gedenkfeier am Freitag beginnt um 14.30 Uhr im Salzburger Kurgarten beim Schloss Mirabell - mit Beiträgen von Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ), Schwester Antonina Erharter, Johannes Hofinger und Schülern des Ausbildungszentrums der Caritas.

Musikalische Umrahmung: Margarete Wagenhofer und Fred Kendlbacher.

Weitere Informationen: Walter Reschreiter, Telefon 06245 - 70719 -13

lebensunwert@laube.at