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MI | 21.03 | 17:06
Mobbing am Arbeitsplatz (Bild: Stefan Hiller/aboutpixel.de)
Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz
Am Arbeitsplatz schikaniert, ausgeschlossen oder traktiert werden - viele mussten diese Erfahrungen schon machen. Mobbing ist heutzutage keine Seltenheit mehr und kank Seele und Körper kaputt machen.
"Wenn Sie das bei einem Job nicht aufarbeiten, werden Sie das immer wieder erleben." "Mobbing muss aufgearbeitet werden"
Helga Pepper leitet die Selbsthilfegruppe Mobbing in Salzburg. Sie weiß, wer die Opfer und wer die Täter sind und wie man überhaupt in eine solche Situation kommt.

"Konflikt und Mobbing muss aufgearbeitet werden, denn Sie nehmen das Mascherl überall hinmit. Wenn Sie das bei einem Job nicht aufarbeiten, werden Sie das immer wieder erleben oder wird Ihnen das immer wieder passieren, denn man lässt ja gewisse Dinge zu und genau da ist es wichtig Grenzen zu setzten. Dann wird es weniger Täter und weniger Opfer geben", erklärt Helga Pepper.
Arbeiten im Büro (Bild: nkattau/aboutpixel.de)
Mobbing zieht sich durch alle Hierarchien
Interessant beim Mobbing am Arbeitsplatz ist, dass es sich durch alle Hierarchien zieht, sagt Pepper: "Es ist auch so, dass sehrwohl neu eingesetzte Vorgesetzte von langjährigen Mitarbeitern nicht anerkannt werden. Es heißt ja immer so schön: 'Wir haben das bis jetzt immer so gemacht, warum sollen wir es jetzt anders machen?'"

"Das glaube ich, kann auch nicht so sein, denn wir alle haben zwar unsere Rechte, aber wir haben auch unsere Pflichten und wir müssen sehrwohl schauen, dass wir unser Wissen den Nachfolgern weitergeben", meint Helga Pepper.
"Es stellt sich aus den Erfahrungswerten heraus, dass die Täter eher Menschen sind, die mit sich selber ein Problem haben." "Täter gehören therapiert, nicht Opfer"
Interessant ist, dass sich die Täter meistens selbst als Opfer fühlen und aus diesem Mangel an Selbstwert heraus reagieren.

"Also nicht das Opfer gehört therapiert, sondern eigentlich der Täter und es ist wirklich so. Es stellt sich auch aus den Erfahrungswerten heraus, dass die Täter eher Menschen sind, die mit sich selber ein Problem haben, die nicht an erster Stelle stehen können, die ihre Fehler auf andere projizieren wollen und manipulieren wollen. Da ist schon das große Manko drinnen", weiß die Leiterin der Selbsthilfegruppe.

Zur Räson gebracht werden, können Täter nur durch Vorgesetzte und Konflikte müssen angesprochen werden. Für die Gemobbten ist es wichtig, wieder aus der Opferrolle heraus zu kommen und das Selbstwertgefühl wieder zu finden und aufzubauen.