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MI | 21.03 | 17:12
Haus Alpine Naturschau (Bild: GROHAG)
Fusch / Heiligenblut
Auf Kaisers Spuren zum Glocknerhaus
Mühelos sind die Sehenswürdigkeiten zwischen Fusch (Pinzgau) und Heiligenblut (Kärnten) seit 1935 über die Großglockner Hochalpenstraße zu erreichen. Herbert Gschwendtner kennt hier trotzdem noch reizvolle Wandertipps.
Ein alpines Ökosystem
aus nächster Nähe kennenlernen.
Wechselhafte Geschichte des Alpenübergangs
Zwischen 1930 und 1935 wurde unter DI Franz Wallack die Großglockner Hochalpenstraße erbaut. Seither ist zwischen Fusch und Heiligenblut an dieser Straße viel entstanden. Schaupulte an Aussichtspunkten und zwei
Informationszentren beschreiben die Besonderheiten der alpinen Natur und Ausstellungen laden zum Besuch ein.

Etwa bei der Station Piffkar, in der die wechselhafte Geschichte dieses Alpenübergangs dargestellt wird, oder im Haus Alpine Naturschau, welches die weltweit einzigartige Ausstellung über alpine Ökologie beherbergt.
Gamsgrubenweg mit Blick auf den Glockner (Bild: Gschwendtner)
Per Fernglas die Bergwelt erkunden
Im alten Wegmacherhaus ist alles über den Bau der Straße zu erfahren und zwischen dem Rasthaus Schöneck und dem Glocknerhaus widmet sich eine botanische Rundwanderung der Blütenpracht und Insektenvielfalt der einzigartigen Bergwiesen.

Die Ausstellung "Großglockner" ist am höchsten Punkt der Großglocknerstraße, auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, zu besichtigen. In der
Swarovski-Warte darüber kann durch interessante optische Geräte in die Bergwelt geschaut werden.
Glocknerhaus (Bild: Johann Krobath)
Zahmes Murmeltier zum Streicheln
Aber die Großglocknerstraße hat auch andere Attraktionen zu bieten. Etwa die Fahrt hinauf zur Edelweißspitze, oder ein Aussichtsstopp am Fuscher Törl sowie eine Einkehr beim "Mankeiwirt" samt Rundweg an der Fuscher
Lacke, wo ein zahmes Murmeltier gestreichelt werden kann, oder der Kelten-, Säumer- und Römerweg am Hochtor sowie zahlreiche kurze Wanderwege entlang der Straße.

Der Pasterzenweg ist ebenso einen Besuch wert
wie der Gamsgrubenweg. Um sich all diesen Attraktionen an der Großglocknerstraße ausgiebig widmen zu können, bedarf es eines Stützpunktes wie dem Glocknerhaus, welches in den Jahren 1875/76 vom Alpenverein erbaut wurde, um die Besteigung des Großglockners von 2500 Höhenmeter auf Glocknerhaus 100 Höhenmeter zu verkürzen.
Österreichs größter Gletscher schrumpft
Das gastliche Haus wird von Johann Krobath bewirtschaftet und kann 72 Gäste in Lagern, Betten und Komfortzimmern beherbergen. Aus der Küche werden neben Hausmannskost auch Spezialitäten vom Glocknerlamm angeboten.

Das Glocknerhaus ist Ausgangspunkt zum Gletscherweg, der vom Margaritzenspeicher zur Pasterze führt. Auf diesem Weg wird die "Schwindsucht" unseres größten
Gletschers offenkundig. Dennoch ist es ein besonderes Erlebnis, den Fuß darauf zu setzen.
Durch sechs Tunnel in die die geheimnisvolle Welt der Sagen . Zu Ehren Kaiser Franz-Josefs
Nach dem Aufstieg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führt der dreistündige Rundweg kurz vor der Lawinengalerie rechts hinunter zum Pasterzenhaus und schließlich zum Glocknerhaus.
Ein weiteres interessantes Erlebnis beginnt bei der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: Der Gamsgrubenweg.

Neu angelegt führt er durch sechs Tunnel, in denen die geheimnisvolle Welt der Sagen rund um die Entstehung der Pasterze dargestellt wird. Effekte wechseln hier mit
Tunnelausgängen, die wie Bilderrahmen für seine Majestät Großglockner erscheinen.
Franz-Josefs-Höhe (Bild: Gschwendtner)
Endstation für Wanderer: Wasserfallwinkel
Anziehungspunkt an diesem Weg wird hoffentlich wieder einmal eine neue Hofmannshütte, da die alte Hütte wegen baulicher Mängel geschlossen wurde. So endet der interessante Weg für Wanderer meist im Wasserfallwinkel am Fuße des Wasserfallwinkelkees.

Der weitere Anstieg über den Gletscher zur
Oberwalder Hütte am Großen Burgstall erfordert hochalpine Erfahrung.
Alle Infos auf einen Blick
Bewirtschaftet:
Von Anfang/Mitte Mai bis zur Wintersperre der
Großglockner Hochalpenstraße.

Wegbeschreibung:
Das Glocknerhaus liegt auf Kärntner Seite direkt an der Großglocknerstraße, oberhalb des Margaritzenspeichers, am Ausgangspunkt zum Pasterzenweg.
Kartenausschnitt (Bild: Nationalpark Hohe Tauern)
Gehzeit:
Pasterzen Rundweg 3 Stunden. Gamsgrubenweg zum Wasserfallwinkel 1 Stunde.

Höhenunterschied:
Pasterzenweg 300 Meter, Gamsgrubenweg bis
Wasserfallwinkel 250 Meter.

Nächtigungsmöglichkeit:
Für 72 Personen.

Auskunft:
Glocknerhaus
Telefon 04824/24666.