Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
HELI KNAUS
Unternehmen schon oft in Schlagzeilen
Am Montag hat ein Hubschrauber der Pongauer Helikopter-Firma Knaus in Sölden (Tirol) einen Betonkübel verloren, der dann das schwere Seilbahnunglück verursachte. Die Firma scheint von einer Pechsträhne verfolgt - sie war schon mehrfach in den Schlagzeilen.
Zwei Abstürze 2004
Vor mehr als einem Jahr - am 24. Juni 2004 - stürzte ein Knaus-Hubschrauber in Tschagguns (Vorarlberg) ab. Der 33-jährige Pilot, der Teile für eine Lawinenverbauung auf den Berg flog, kam dabei ums Leben.

Wenige Monate zuvor, am 25. Februar 2004, stürzte der Knaus-Rettungshubschrauber "Martin 1" kurz nach dem Start in St. Johann (Pongau) ab. Die transportierte Patientin starb bei dem Absturz, der Notarzt und der Sanitäter an Bord wurden schwer, der Pilot und ein Gendarm leicht verletzt.
Auch in Sölden schon ein Unglück
In Sölden stürzte vor nicht ganz drei Jahren ein Knaus-Helikopter ab: Am 19. November 2002 geriet ein Hubschrauber beim Lawinensprengen in eine Nebelbank. Ein Heckrotor streifte danach den Boden.

Bereits 1996 musste ein Knaus-Helikopter im Dachstein-Gebiet notlanden. Der Pilot wurde danach mehr als zwei Tage vermisst, kehrte aber wohlbehalten ins Tal zurück.
Johann Knaus stirbt bei Crash
Auch die Familienmitglieder des derzeitigen Firmenchefs Roy Knaus waren schon in Unfälle von Knaus-Hubschraubern verwickelt. Vater Johann Knaus starb 1997 bei einem Absturz im Großarler Tal (Pongau), Roy Knaus' Bruder Philip wurde dabei schwer verletzt.

Johann Knaus war bereits 1992 und 1995 mit einem Hubschrauber abgestürzt - in Pfarrwerfen (Pongau) und auf dem Krippenstein (OÖ). 1989 musste er mit einer Maschine nach einem technischen Gebrechen in den Kitzbüheler Alpen notlanden und eine Nacht bei Schneetreiben im Hubschrauber verbringen.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News