Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
LH Gabi Burgstaller (SPÖ). Bild: Gerald Lehner
POLITIK
Burgstaller sieht keine Chance für Erdkabel
Eine Zwischenbilanz zieht das sozialdemokratische Team der Landesregierung - zur Halbzeit der Legislaturperiode. LH Gabi Burgstaller fordert Ehrlichkeit der Politik und sieht keine Chance für ein Erdkabel statt der umstrittenen Freileitung.
Burgstaller
Brisantes Thema als konkretes Beispiel
Das Bundesland sei offener, moderner und sozialer geworden, lautet der Tenor der Salzburger SPÖ. Regierungschefin Burgstaller hat dabei auch einige selbstkritische Anmerkungen gemacht. Unter der Prämisse von mehr Ehrlichkeit in der Politik hat sie den Kabelkämpfern in der 380kV-Freileitungsdebatte einen Dämpfer verpasst.

Burgstaller wollte Donnerstag bei der Präsentation der Halbzeit-Bilanz mit gutem Beispiel vorangehen und sprach ein politisch sehr brisantes Thema an - die Auseinandersetzung um den Bau der 380-Kilovolt-Leitung zwischen Kaprun (Pinzgau) und Elixhausen (Flachgau).
"Kabel aus meiner Sicht gestorben"
Burgstallers Botschaft an die erst Mittwoch wieder heftig demonstrierenden Freileitungsgegner: "Spätestens mit der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes, dass das Salzburger Elektrizitätsgesetz nicht anzuwenden sei, ist aus meiner Sicht das Kabel als Perspektive gestorben. Das gehört auch gesagt."

Einen Strohhalm wollte Burgstaller den Kabelbefürwortern dennoch anbieten. Sie verhandle zurzeit intensiv mit der Verbund-Führung darüber , ob nicht doch ein Erdkabel-Pilotprojekt auf einem besonders sensiblen Teilstück möglich wäre?
Noch Hoffen auf lokales Pilotprojekt
Die Landeshauptfrau verwies dabei auf eine mögliche Vorreiter-Rolle des Verbunds - auch als Vorteil für diesen: "Das würde bedeuten, dass wir als ein im Tunnelbau erfolgreiches Land auch auf diesem Sektor international vorne dabei sind. Wir möchten dabei sein, dass wir Beeinträchtigendes von den Menschen fernhalten. Ich halte es für logisch und konsequent, dass irgendwann einmal keine Freileitungen mehr in der Gegend herumstehen. Aber der Zeitpunkt ist noch nicht da, die Zeit ist noch nicht reif."

Burgstaller betont, man könne derzeit dem Verbund keine Verkabelung im Land Salzburg vorschreiben: "Dazu fehlt die gesetzliche Grundlage, und man würden den Menschen ein X für ein U vormachen."
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