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MI | 11.04.2012
Landwirtschaftsschüler beim Baumfällen im Wald. Bild: ORF
BILDUNG
Stallbau aus naturbelassenen Baumstämmen
Es klingt wie ein Abenteuer und ist doch ernsthafte Ausbildung junger Bauern. Landwirtschaftsschüler in Oberalm-Winklhof (Tennengau) bauen einen Stall aus naturbelassenen Baumstämmen aus dem Wald.
Waldarbeiter (Bild: APA/DPA/Alexander Ruesche) Mehr Festigkeit beim Rundholz
Was die Arbeit im Sägewerk einspart, also den Zuschnitt des Baums zum Balken, soll zudem die Tragkraft des Holzes erhöhen. Im Mai ist Baubeginn. Vor kurzem holten die Schüler die Stämme aus dem Wald; auch auf abenteuerlich anmutende Weise.

Das Projekt "Wir bauen uns einen Stall" beginnt im schuleigenen Wald mit dem Fällen des geeigneten Baumes. Die Jahresringe ergeben das stolze Alter von 66 Jahren. Die mächtige Fichte litt unter einem dürren Wipfel.

Was ist der Vorteil des Rundholzes beim Bau des Stalles? Ein runder Baum hat pro Quadratzentimeter Querschnitt ca. 30 Prozent mehr Festigkeit als gesägtes oder geschnittenes Holz. Deshalb wird der frisch gefällte sorgsam entastet.
Neubau des Stalles mit Rundhölzern bei der Landwirtschaftsschule Winklhof. Bild: ORF
Der Stamm wird dann mit zwei Pferden aus dem Wald gezogen. Beim Einsatz der Zugtiere tun sich auch Schülerinnen leicht, die bei dem Projekt mitmachen.
Bodenschonende Methodik der Holzernte
Mit zwei Pferdestärken kann man so den Stamm bodenschonend aus dem Wald holen. Ein Traktor hätte zwischen den Bäumen auch gar keinen Platz. Erst auf dem Forstweg übernimmt dann der Traktor die Zugarbeit.

Die Stämme werden dann zur Landwirtschaftsschule Winklhof in Oberalm gezogen.
Neubau des Stalles mit Rundhölzern bei der Landwirtschaftsschule Winklhof. Bild: ORF
Dieser 45 Jahr alte Stall wird in den kommenden Wochen mit Rundhölzern neu aufgebaut. Ab Sommer wird hier ein modern gewordenes altes Bauverfahren neben den modernen Schulgebäuden zu sehen sein.
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