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MI | 11.04.2012
Reisebusse (Bild: ORF)
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Salzburg-Graz: Bald Buslinie parallel zum Zug?
Angesichts der schlechten Zugverbindung Salzburg-Graz könnte es jetzt eine Buslinie geben. Der ÖBB-eigene Postbus hatte schon vor einigen Monaten entsprechende Pläne. Jetzt hat sich Albus um eine Konzession beworben.
Nach Protesten und Veto von Bahnchef Christian Kern gescheitert.
Zug einstellen: ÖBB-interne Pläne
Für Reisende ist die Zugfahrt von Salzburg nach Graz nicht unbedingt attraktiv: Die Passagiere sind mehr als vier Stunden unterwegs und sitzen bloß in alten Waggons, lautet die Kritik von Politikern und Fahrgastvertretern.

Zu Jahresbeginn gelangten ÖBB-interne Pläne an die Öffentlichkeit, mit Juni heurigen Jahres die Zugsverbindung Salzburg-Graz einzustellen und durch Busse zu ersetzen. Ein zusätzliches Indiz für diese Überlegungen war, dass die ÖBB-Tochterfirma Postbus für diese Strecke eine Fernverkehrs-Buskonzession beantragt hatte.

Heftige Proteste aus beiden Bundesländern und ÖBB-Chef Christian Kern höchstpersönlich verhinderten die ÖBB-Pläne vorerst.
Albus sucht um Konzession an
Nun habe aber auch das Busunternehmen Albus um die Konzession Salzburg-Graz angesucht, bestätigt Geschäftsführer Erich Schabhüttl gegenüber dem ORF. Für das Ansuchen muss man unter anderem Fahrpläne beilegen und angeben, welche Städte und Gemeinden der Bus anfährt und wie die Anschlüsse an internationale Zugsverbindungen gestaltet werden,

Albus habe viel Erfahrung im Linienverkehr und traue sich ohne weiteres zu, die Strecke zu bedienen, ergänzt Schabhüttl. Sollte die Bahnverbindung Salzburg-Graz eingestellt werden, stehe Albus Gewehr bei Fuß.

Albus gehört dem Busliniebetreiber Dr. Richard und der Salzburg AG.
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