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MI | 11.04.2012
Ausstellung über Geschichte des Geldes. Bild: ORF
GESCHICHTE
Schau über 2.000 Jahre Geld in Salzburg
Einen prägnanten Überblick über 2.000 Jahre Geschichte des Geldes in Salzburg und Bayern zeigt das Kulturzentrum Bachschmiede in Wals (Flachgau). "Vom römischen Denar zum Euro" heißt die Ausstellung.
Ausstellung über die Geschichte des Geldes. Bild: ORF
Ausstellung über die Geschichte des Geldes. Bild: ORF Banknoten, Münzen aus allen Epochen
Mehr als 400 Exponate aus Museen, Archiven und Privatsammlungen sowie archäologische Funde von den Loiger Feldern aus dem Umfeld der Landeshauptstadt sind zu sehen - auch Falschgeld oder Banknoten mit Milliardenbeträgen aus der Inflationszeit und Wirtschaftskrise im frühen 20. Jahrhundert.

Banknoten, Münzen, Notgeld - die diversen Zahlungsmittel im Verlauf der Jahrhunderte zu vergleichen, das ist ein spannendes Projekt. Eine einzelne keltische Goldmünze als Grabbeigabe gilt als Rarität unter den Funden vom Dürrnberg bei Hallein (Tennengau).
Ausstellung über die Geschichte des Geldes. Bild: ORF
Römische Münzen aus dem Umland der Stadt Salzburg.
Ausstellung über die Geschichte des Geldes. Bild: ORF
Einzelne keltische Münze aus einem Grab auf dem Dürrnberg.
Falschgeld so alt wie das Geld selbst
In der Schau sind auch Münzen aus der Römerzeit zu sehen, die auf den Loiger Feldern im flacheren Vorland des Untersberges (Flachgau) gefunden wurden.

Echt oder gefälscht, das ist hier die Frage, sagt Christoph Mayrhofer vom Salzburg Museum: "Diese Frage zieht sich durch die Jahrhunderte. Wir haben in Salzburg eine Fälscherwerkstatt in Loig archäologisch nachgewiesen. Das war in einer römischen Villa. Es gab auch eine Fälscherwerkstatt auf dem Walserberg in der Nähe, die um 1750 betrieben wurde. Dort wurden bayerische Münzen nachgemacht. Wir haben auch einen gefälschten Schilling in der Schau und gefälschte Zwei-Euro-Stücke."
Ausstellung über die Geschichte des Geldes. Bild: ORF
Mägde bekamen nur halben Lohn von Knechten
Geld zum Tapezieren gab es während der Inflation in den 1920er-Jahren. Die Kulturgeschichte des Geldes dreht sich nicht nur um das optische Erscheinungsbild von Banknoten und Münzen.

Es gehe vor allem auch um den Wert des Geldes, betont Peter Kramml, Leiter des Salzburger Stadtarchivs: "Man kann in der Schau sehen, was ein römischer Soldat für ein Glas Wein gezahlt hat. Wir zeigen, was Knechte und Mägde früher verdient haben, Mägde hatten interessanterweise die Hälfe von dem der Knechte. Diese erhielt auch fertig genähte Hemden, und die Mägde bekamen nur den Stoff, sie mussten sich dann Kleidung selbst nähen."
Lebenshaltungskosten einst und jetzt
Wieviel kostete es, in den 1950er- und 1960er-Jahren den Alltag zu bestreiten?

Auch das ist ein interessantes Kapitel in dieser Ausstellung der Bachschmide in Wald. Sie führt durch 2.000 Jahre Geschichte des Geldes in Salzburg und Bayern.
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