Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Foto: redbullsalzburg.at
FANKONFLIKT
Red Bull: Weiter Streit um Vereinsfarben
In der Anhängerschaft des Fußball-Bundesligisten Red Bull Salzburg gärt es nach der 0:2-Niederlage gegen Rapid weiter. Am Sonntagabend legte der Fanbeauftragte Georg Mayrhauser seine Funktion zurück.
Fanbeauftragter kritisiert Hausverbote
Mayrhauser kritisiert die Hausverbote für 61 Fans, die ohne Rückfrage ausgesprochen worden seien. Außerdem habe Red Bull Mayrhauser verboten, in Zukunft Fanfahrten zu Auswärtsspielen zu organisieren.
Unterstützung für neues Team wächst
Für das brisante Duell zwischen Salzburg und Rapid war es ein relativ ruhiger Abend. Doch die Spannung lag in der Luft, und das nicht nur auf Grund des Gewitters: da Austria Salzburg, dort die Rapid-Fans und mittendrin die Red-Bull-Sympathisanten, die die Diskussionen über Violett und Weiß und Austria nicht mehr hören wollen. Und dann Transparente im Rapid-Sektor mit Sprüchen, die für viele unter die Gürtellinie gingen. Auf dem Stehplatz auf der anderen Stadionseite sah man ein paar volle Bierbecher als Provokation und Applaus für die Sprüche der Rapid-Fans.

Und doch war zu spüren, dass die restlichen Zuschauer langsam mutig werden, die neue Mannschaft unterstützen und Stimmung dafür machen. Bei Red Bull hat man von den Diskussionen jedenfalls genug, kritisieren Trainer Kurt Jara und Thomas Winklhofer:
Jara: "Das sind für mich Vollidioten"
"Diese Leute auf der Tribüne sind für mich absolute Vollidioten", ärgert sich Jara.

"Diese ganze Fragerei zipft mich schon voll an. Aber ich habe da draußen heute ein tolles Publikum gesehen. Und alle anderen interessieren mich nicht", ergänzt Thomas Winklhofer.
Wiebach will keine Kompromisse eingehen
Auch Manager Kurt Wiebach fordert ein Ende der Debatten und will keine Kompromisse eingehen: "Da waren mindestens 18.000 auf unserer Seite. Die wollen guten Fußball sehen und versuchen, die Mannschaft nach vorne zu bringen. Natürlich ist klar, dass uns das Ergebnis zurückwirft. Aber wir werden trotzdem weiter unseren Weg gehen. Und dieser Weg ist in die Zukunft gerichtet und nicht in die Vergangenheit."

Will heißen: Austria Salzburg in Violett und Weiß sind Fußballgeschichte, auch wenn Teamchef Hans Krankl, der am Samstag ebenfalls im Stadion war, mit den Fans ein Einsehen hat:
Krankl: "Verstehe die Fans von Violett"
"Ich verstehe die Fans, die für Violett sind. Auch ich bin sehr für Tradition. Aber wenn man einen neuen Arbeitgeber oder einen neuen Chef hat, muss man auch dessen Wünsche berücksichtigen. Ich glaube jedenfalls, dass es dem Verein sehr gut tun würde, wenn hier Ruhe einkehrt. Denn das, was sich hier jetzt schon seit Wochen abspielt, das ist - wie man bei uns in Wien sagt - net leiwand."
Rote Karte für Schopp brach den Spielelan
Gespielt wurde am Samstag übrigens auch - 35 Minuten sogar gut. Dann erhielt Schopp die Rote Karte und vorbei war's mit dem Elan der Salzburger.

So gewann Rapid und Salzburg hat auf die Tabellenspitze schon neun Punkte Rückstand.
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