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MI | 11.04.2012
Red Bull Salzburg
Konflikt zwischen "violetten" und "roten" Fans
Der Streit um die Vereinsfarben bei Red Bull Salzburg ist am Sonntag in Ried handgreiflich geworden: Eine kleine Gruppe "violetter" Salzburger-Fans geriet mit rot gekleideten Schlachtenbummlern aneinander.
"Von Ultras blöd angemacht"
Die Gruppe aus dem violetten Fansektor wollte es offensichtlich nicht bei Sprechchören gegen die neuen Farben bewenden lassen - mit dem Feuerwerkskörper und den Attacken erzwangen sie eine längere Unterbrechung des Spieles.

Einer der Angegriffenen ist der Salzburger Robert Wetsch: "Das ganze ist schon damit angegangen, dass wir neben dem Stehplatzsektor die Sitzplatzkarten gehabt haben. Dort sind wir die ganze Zeit von den violetten Ultras blöd angemacht worden."
"Bier geflogen, angespuckt"
Nach einigen Wortwechseln seien "Bier herübergeflogen, wir sind angespuckt worden, mein Vater mit fast 70 Jahren ist attackiert worden", erzählt Wetsch, "Das muss nicht unbedingt sein."

Für ihn sei es kein Ausdruck einer "Fanzugehörigkeit, dass man sich verstecken muss, nur wenn man rot-weiß anhat und hinter der Mannschaft stehen möchte", sagt der Salzburger. Er wolle jetzt ein "klärendes Gespräch" im Stadion, damit gegen die Fangruppe etwas unternommen wird: "Bisher war das ganze hoffnungslos."
Ultras: Bierbecher zuerst geflogen
Thomas Karl, Sprecher der violetten "Ultras" betont, dass vom Sitzplatzsektor zuerst Bierbecher geflogen seien - vermutlich wegen der vereinskritischen Gesänge.

Die violetten Fans hätten diese Becherwürfe dann "erwidert". Ein Zaun zwischen den beiden Sektoren habe aber direkte Handgreiflichkeiten verhindert. Ein 52-jähriger violetter Fan sei außerdem von einem "Roten" die Stiege hinuntergestoßen werden und musste in Behandlung.
Verein kündigt Konsequenzen an
Red Bull Salzburg-Sportdirektor Kurt Wiebach verurteilt die Vorfälle. Allerdings seien dem Verein bei Auswärtsspielen die Hände gebunden, "weil wir nicht das Hausherrenrecht genießen. Aber wir werden versuchen, die Strukturen so zu legen, dass solche Dinge erstens möglichst nicht passieren und zweitens, dass wir uns von Rädelsführern mit Sicherheit trennen."

Den von den "eigenen" Fans attackierten Matchbesucher bleibt natürlich als letzte Konsequenz auch noch die Möglichkeit einer polizeilichen Anzeige
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