Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Biber (Bild: Fotolia/Daniela Bauer)
STADT SALZBURG
Kraftwerksbau: Biber vermutlich abgewandert
Jener Biber, der fast den Bau des Salzach-Kraftwerks bei der Sohlstufe in der Stadt Salzburg verhindert hätte, dürfte abgewandert sein. Am Freitag wurde sein Bau angebaggert, von dem Tier wurde keine Spur gefunden.
Lebensraum abgeholzt, Bau angebaggert
Die Biberburg an der Salzach in unmittelbarer Nähe der Autobahnbrücke war das letzte Hindernis für den Bau des neue Salzachkraftwerkes an der Sohlstufe in Lehen.

Dass der Biberbau am Freitag unter Aufsicht der Naturschutzbehörde der Stadt Salzburg und einer Biologin angebaggert wurde, ist Teil eines Mehrstufenplanes. Die Salzburg AG hat per Bescheid zunächst den Lebensraum des Bibers abgeholzt und ihm damit signalisiert, dass nördlich der Autobahnbrücke für ihn der bessere Lebensraum wäre.
"Dort gibt es ausreichendes Nahrungsangebot".
Tier dürfte Richtung Norden übersiedelt sein
"Ich glaube, dem Biber geht's gut. Es ist heute kein Biber entdeckt worden, hätte mich persönlich auch gewundert", sagt Martin Pfisterer von der Salzburg AG, "Wir gehen davon aus, dass sich der Biber Richtung Norden bewegt hat. Dort gibt's ein ausreichendes Nahrungsangebot."

Diese Einschätzung teilt auch die Biberbeobachterin und Hobbybiologin Michaela Wieser: "Das war letzte Woche am Montag um 22.10 Uhr ist er da unten geschwommen. Wir haben ihn diese Woche in der Früh auch nicht mehr gesehen. Ich vermute, dass er hoffentlich flussabwärts geschwommen ist. Da habe ich neue Bissspuren gefunden", sagt Michaela Wieser.
Neues Zuhause im Stauraum?
Bis zum Winter bleibt dem Biber genügend Zeit, eine neue Burg zu bauen. Langfristig hofft man bei der Salzburg AG, dass für ihn im Stauraum des neuen Kraftwerks ein neuer attraktiver Lebensraum entsteht.
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