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CHRONIK |
08.09.2010 |
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Umwelttechnik: Lebensgefahr bei Unfällen
Die neue Technik zum Energiesparen bringt viele neue Gefahren für Feuerwehren. Hybridautos könnten durch Stromstöße tödliche Fallen werden. Und auch Solarzellen auf Dächern seien bei Bränden eine große Gefahr, sagen Experten.
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An offizieller Lehrmeinung wird gefeilt
Vor allem wenn Bergescheren zum Einsatz kommen, könnten Hybridautos für Einsatzkräfte und verletzte Insassen eine große Gefahr werden, warnen Experten.
Stromschläge gegen Menschen drohen auch bei Bränden bei Dachstühlen, auf denen Photovoltaikanlagen montiert sind. Feuerwehrleute riskieren bei Löscheinsätzen oft ziemlich viel.
Walter Kittl war 30 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt Salzburg. Er arbeitet weiterhin als Sachverständiger für Brandschutz und kennt das Risiko bei Photovoltaikanlagen: "Es treten dabei Spannungen bis 850 Volt auf. Wir weisen auf die Gefahren hin, aber es hat sich in Österreichs Feuerwehrverbänden noch keine eindeutige Lehrmeinung durchgesetzt."
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Solarhäuser gezielt niederbrennen?
In Deutschland beispielsweise gibt es Feuerwehren, die bei Dachstuhlbränden die Häuser auch kontrolliert niederbrennen lassen, wenn Solaranlagen im Spiel sind.
Ähnlich ist der Fall bei Hybridautos. Man hat international noch wenig Erfahrung bei Unfällen mit diesen Fahrzeugen, kennt aber das Risiko.
Die starken Batterien solcher Fahrzeuge können sehr gefährlich werden, wenn schweres Gerät zum Einsatz kommen muss, zum Beispiel Bergescheren.
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Explizite Warnungen in der Schweiz üblich
Die Züricher Flughafenfeuerwehr warnt ihre Leute speziell vor Hybridautos. In einem Schreiben heißt es, es drohe die Gefahr eines tödlichen Stromschlages, sagt Kittl: "Es muss mit Herstellern von Autos Kontakt aufgenommen werden. Denn es muss auf alle Fälle der jeweils genaue Einbauort der Batterien bekannt sein. Wenn man das nicht weiß, muss man besondere Vorsicht walten lassen beim Einsatz der Bergeschere." Es dürften nämlich keinesfalls Kabel von Hybridautos durchtrennt werden, betont Kittl.
Viele Dinge zum Schutz der Feuerwehrleute und Rotkreuz-Sanitäter seien bei neuen Technologien also noch nicht geregelt. Wahrscheinlich deshalb, weil es - wie so oft - noch keinen direkten Todesfall oder schweren Unfall mit entsprechend Verletzten in Österreich gegeben hat.
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salzburg.ORF.at; 22.08.10
Der Anteil der Autos mit Alternativantrieb an den Neuzulassungen steigt zwar, bleibt aber derzeit verschwindend gering. Das zeigt die Statistik des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ).
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