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MO | 13.02.2012
Stefan Maierhofer beim Aufwärmen vor EM-Qualifikation Österreich gegen Kasachstan (Bild: APA/Barbara Gindl)
SPORT
ÖFB-Spieler unglücklich über Pfiffe und Rasen
Mit Publikum und Rasen unzufrieden zeigte sich die österreichische Fußballnationalelf in Salzburg nach dem 2:0-Sieg gegen Kasachstan am Dienstag. Sie war von den 22.500 Zuschauern mehrmals mit Pfiffen bedacht worden.
"In Wahrheit eine Sandkiste"
"Von oben schaut der Platz schön aus, in Wahrheit ist es aber eine Sandkiste", kritisierte der eingewechselte ÖFB-Sturmtank Stefan Maierhofer.

"Ein schnelles, kontrolliertes Spiel ist dort nicht möglich." Erst im Sommer war der Kunstrasen in Salzburg durch ein natürlichen Rasen ersetzt worden. Der sei allerdings nicht ausreichend mit dem Untergrund verwachsen, sehr sandig und dadurch auch holprig.
Naturrasen ermöglicht Ländermatch
Zuletzt hatte das neue Terrain bereits zu einer Absage des Bundesliga-Heimspiels von Meister Red Bull Salzburg gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck geführt.

Die Drainage hatte den heftigen Regen nicht vertragen. Immerhin war es durch den neuen Naturrasen möglich, nach 14 Jahren wieder ein Ländermatch nach Salzburg zu holen - das kritische Publikum dankte es allerdings mit Pfeifkonzerten.
Streit über Verabschiedung
Nach Spielende war es sogar zu einem Disput unter den ÖFB-Spielern gekommen, ob man sich überhaupt noch auf dem Spielfeld von den Zuschauern verabschieden sollte, was schließlich nur wenige Spieler taten.

"Für mich waren die Fans ein wenig zu ungeduldig", meinte Flügelspieler Jakob Jantscher, der als Neo-Salzburger sogar Heimvorteil in der Arena genossen hatte. "Aber in Österreich ist es halt so: Wenn es nach einer halben Stunde nicht läuft, wird gleich gepfiffen."
"Nicht schön, aber typisch für Österreich"
Ähnliches Unverständnis äußerte Maierhofer. "Da spielst du zu Hause und hast das Publikum gegen dich", betonte der wieder ins Team zurückgeholte Duisburg-Angreifer.

"Das ist nicht schön, aber typisch für Österreich." Das Spiel sei dadurch nur noch nervöser geworden. Grundsätzlich verstand Emanuel Pogatetz die Unmutsäußerungen. "Aber ich bin enttäuscht, weil diese junge Mannschaft mehr Unterstützung gebraucht hätte", sagte der Abwehrchef.
"Es war zu viel Hektik drinnen"
Tatsächlich hatte der Druck der Österreicher mit Fortdauer des Spiels abgenommen. "Wir sind von Sekunde zu Sekunde nervöser geworden", gestand Defensiv-Abräumer Franz Schiemer.

"Es war zu viel Hektik drinnen. Da müssen wir lernen, noch geduldiger zu sein." Dass es ein Kampf werde, sei klar gewesen. "Wir wollten auch keinen Schönheitspreis gewinnen", erinnerte Schiemer. Das wäre mit so einer Leistung auch nie und nimmer möglich gewesen.
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