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MO | 13.02.2012
Wildbachverbauung im Gebirge (Bild: BMLFUW)
GERICHT
Exchef der Wildbachverbauung vor Gericht
Wegen Betrugs muss der ehemalige Chef der Pinzgauer Wildbach- und Lawinenverbauung nun vor Gericht. Er soll laut Anklage mit einer Firma gemeinsame Sache gemacht und für nicht existierende Baustellen gezahlt haben.
Drei weitere Personen angeklagt
Das Ausbaggern von verlegten Bachläufen, Sicherungsmaßnahmen an Wildbächen oder die Vorarbeiten zur Vermeidung von Verklausungen - Solche Arbeiten sollen nicht erledigt, aber bezahlt worden sein. Das ist Betrug, sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Barbara Feichtinger. Der damalige Wildbauverbauungchef und der Firmenchef dürften zusammengearbeitet haben.

Auch dieser Geschäftsführer sowie zwei seiner Mitarbeiter sind wegen falscher Zeugenaussage angeklagt. Sie sollen vor den Ermittlern gelogen haben, um das rechtswidrige Vorgehen zu verschleiern. 16 nicht existierende Baustellen seien abgerechnet worden, so Feichtinger.
Viereinhalb Jahre Haftstrafe drohen
Der entstandene Schaden beträgt rund 22.000 Euro. Am härtesten könnte es vor Gericht den ehemaligen Pinzgauer Wildbachverbauungchef treffen. Ihm drohen wegen seiner besonderen Beamtenstellung bis zu viereinhalb Jahre Gefängnis.

Dass Gefahr durch nicht entschärfte Stellen an Wildbächen oder Schutzwäldern drohe, sei aber auszuschließen, sagte Leohard Krimpelstätter, der Chef der Salzburger Wildbachverbauung.

Die Verhandlung soll in einem Monat stattfinden.
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