Tödlicher Absturz von Klettersteig Am späten Mittwochvormittag ist der erfahrene Bergsteiger und Bergretter Balthasar "Hausl" Steiner beim Klettersteig nahe der Passauer Hütte verunglückt. Der Einheimische war mit Arbeiten beschäftigt.
Pensionierter Techniker - viele Ehrenämter An 100 Meter tief dürfte der Alpinist und ehrenamtlich seit Jahrzehnten engagierte Bergrettungsmann abgestürzt sein. Jede Hilfe kam zu spät.
Klar ist laut Alpinpolizei bisher nur, dass der Leoganger, ein pensionierter Techniker, seit Tagen für die Allgemeinheit intensiv und ohne Bezahlung am Klettersteig-Nord bei der Passauer Hütte zum Fahnenköpfl gearbeitet hatte.
Beim Anbringen von Sicherungen verunglückt
Bis spät in den Abend hinein habe der Verunglückte noch am Dienstag an diesem Klettersteig gearbeitet, sagt Karl Breitfuß, Wirt der Passauer Hütte. So habe er eine Umleitung durch eine Höhle hindurch mit Sicherungen ausgestattet.
Am Mittwoch hätten diese Arbeiten abgeschlossen werden sollen, so Hüttenwirt Breitfuß. Er ist tief betroffen über den Verlust eines Freundes.
Balthasar Steiner war auch im Österreichischen Alpenverein ehrenamtlich stark engagiert. Er galt als sehr erfahren und war oft auch in Übersee alpinistisch tätig. Eine besondere Liebe galt den Bergen und Seen in Kanada.
Bruder sucht nach Spuren des Unfalles Am Donnerstag sagte Leo Steiner, Bruder der Abgestürzten sowie professioneller Berg- und Skiführer in Leogang, er habe an der Unfallstelle mittlerweile Spuren des Unglückes gesucht. Sein Bruder sei in technisch sehr leichtem Gelände vermutlich gestolpert und dann im Schrofengelände ins Kollern gekommen.
Erst weiter unten ginge es etwa 150 Höhenmeter steiler hinunter. Balthasar Steiner habe vor dem Abgrund offenbar nicht mehr stoppen können: "Vielleicht war er schon weiter oben bewusstlos, durch einen unglücklichen Sturz in dem leichten Terrain."