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DI | 14.02.2012
Symbolfoto Lehrling (Bild: APA/Hans Klaus Techt)
ARBEITSMARKT
Jugend: Kurse als Einstieg für Lehrplätze
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist in Salzburg heuer stark zurückgegangen, zeigt die Bilanz des Arbeitsmarktservice (AMS) zur Jahresmitte. Die Schulungen des AMS sind oft der Einstieg in die reguläre Lehre.
Symbolfoto Lehrling (Bild: APA/Hans Klaus Techt) Mehr als 1.100 bereiten sich bei AMS vor
Während die Arbeitslosigkeit allgemein um 7,2 Prozent gesunken ist, gibt es heuer um 9,4 Prozent weniger Salzburger unter 24 Jahren, die ohne Job bzw. Beschäftigung sind.

Für diesen Trend seien vor allem die vielen AMS-Schulungen für Jugendliche die Ursache, heißt es. Aber auch die Schulen werden immer öfter zum Auffangbecken für Jugendliche, die keine Arbeit finden. Von der Schule nahtlos zur AMS-Schulung, das ist das Schicksal vieler Salzburger Jugendlicher, die auf dem Arbeitsmarkt keine Ausbildungsplätze finden.

Immer mehr junge Salzburger brauchen diese Art von Hilfe beim Start ins Berufsleben, beobachtet AMS-Geschäftsführer Siegfried Steinlechner: "Wir haben 1.130 Jugendliche in Schulungen."
Viele länger in HTBL und steigen dann um
So sind viele junge Leute in Stadt und Land Salzburg unter 24 Jahren in Kursen, das ist praktisch jeder zweite Schulungsteilnehmer beim Salzburger AMS im Augenblick. Dabei sind es noch deutlich mehr, die eine Einstiegshilfe in den Arbeitsmarkt benötigen würden.

Diese Jugendlichen sind aber in Schulen "zwischengeparkt", beobachtet Steinlechner: "Sehr viele Jugendliche bleiben mit 15 oder 16 noch im Berufsbildenden Schulsystem - zum Beispiel in der HTBL. Dann steigen sie mit 16 oder 17 dort aus und beginnen eine Lehre samt Ausbildung an Berufsschulen. Hier sind sie im Anschluss an Kursbesuche bei uns gut integrierbar."
Zweieinhalb Lehrstellen pro Kopf
Die längere Ausbildung in Mittleren und Höheren Schulen hat auch Auswirkungen auf den aktuellen Lehrstellenmarkt. Während die Zahl der Lehrstellen heuer um mehr als zehn Prozent gestiegen ist, gibt es um 8,5 Prozent weniger Lehrstellensuchende als vor einem Jahr.

Damit hat in Salzburg ein Jugendlicher - statistisch gesehen - die Wahl zwischen 2,5 Lehrstellen; die meisten zwar im Gastgewerbe, immer mehr aber auch wieder bei Industrie und Gewerbe.
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