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MI | 11.04.2012
David Brenner (Bild: LPB/Neumayr)
POLITIK
Kliniken: Brenner ordnet Ausschreibung an
Mit Weisung hebt LHstv. David Brenner (SPÖ) die Weisung von Landesrat Sepp Eisl (ÖVP) an die Landeskliniken auf. Wie berichtet hatte Eisl als Personalreferent die Ausschreibung der neuen Leitung für die Gynäkologie untersagt. Brenner ordnet sie an.
"Verunsicherung der Patienten beenden"
Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Wunsch des scheidenden Primars und früheren ÖVP-Landtagsabgeordneten Christian Menzel, das von ihm aufgebautes Brustzentrum solle auch nach seiner Pensionierung eine eigenständige Abteilung mit eigenständigem Primar bleiben.

Doch Brenner hat als Eigentümervertreter und Finanzreferent der Landesregierung den SALK-Manager Burkhart van der Vorst nun aufgefordert, sofort die Position eines einzigen ärztlichen Leiters für die Frauenklinik auszuschreiben - gegen die Vorgaben und Wünsche der ÖVP: "Es ist für uns alle klar, das Brustzentrum in seiner hervorragenden Qualität wird es auch weiter geben. Aber die Verunsicherung der Patienten und Mitarbeiter muss endlich beendet werden. Wir brauchen Klarheit."
"Gesetz schreibt Ausschreibung klar vor"
Die Situation sei rechtlich sonnenklar, betont Brenner: "Das Gesetz des Landes zur Stellenbesetzung schreibt vor, dass solche Funktionen sechs Monate vor Dienstantritt auszuschreiben sind. Wir wissen, dass beide Primarii mit Ende des Jahres 2010 in Pension gehen. Das heißt, es ist jetzt nötig, hier die Nachfolge zu regeln."

Vor allem hätten auch die medizinischen Experten der Landesklinik mehrfach ganz klar festgelegt, wie die Struktur in der Gynäkologie und in der Behandlung von Brustkrebs auszusehen habe, so der LHstv. und Finanzreferent: "Die Politik soll sich hier nicht in den Weg stellen sondern dem folgen, was Fachleute vorschlagen."
Keine Stellungnahme von Eisl: Urlaub
Er stehe hinter dem Konzept einer einheitlichen Führung für beide Bereiche, sagt Brenner: "Der Aufsichtsrat hat das seit Jahren immer so gesagt. Es ist nun Zeit auszuschreiben und für klare Verhältnisse zu sorgen."

Vom schwarzen Personalreferenten und Landesrat Sepp Eisl gibt es dazu derzeit keine Stellungnahme. Er ist auf Urlaub.
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