Umweltschutz: Fördertunnel für Diabas-Werk Donnerstag wurde im Diabas-Steinbruch bei Saalfelden (Pinzgau) der Durchstich für einen dreieinhalb Kilometer langen Fördertunnel gefeiert. Die bis vor einigen Jahren noch heftige umstrittene Erweiterung geht nun in die entscheidende Phase.
Abbau künftig komplett IM Berg Mit dem Fördertunnel kommt man künftig innerhalb des Betriebes vollkommen ohne Lastwagen-Transporte aus. Auch das Landschaftsbild wird gegenüber dem zur Zeit weithin sichtbaren Steinbruch entscheidend verbessert.
Hoch oben auf dem Biberg bei Saalfelden wird künftig Diabas abgebaut; selbst für kritische Augen von dem benachbarten Hängen unsichtbar, denn von allen Seiten schützen natürliche "Kulissen" das Abbaugebiet, das komplett IM Berg ist.
Das war aber nicht die einzige Auflage aus dem langwierigen Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit. So bleibt das Schönangerl-Biotop 15 Abbaujahre lang erhalten und für die restliche Abbauzeit muss dann ein Ausgleichsbiotop angelegt werden.
Landschafts- und Umweltschutz forciert Entscheidend für die Genehmigung war ein umweltfreundliches Gesamtkonzept vom Abbau über die Förderung bis hin zum Transport des Materials zum Endkunden, sagt Diabas-Geschäftsführer Josef Schild, Vater der Skirennläuferin Marlies Schild - privat ein begeisterter Bergsteiger und ehrenamtlicher Bergrettungsmann:
"Wir lösen das mit Förderbändern und haben keine Muldenkipper-Lkw mehr. Der Abbau erfolgt nur noch im Berg, wo man von außen nichts sieht. Dazu verlagern wir unseren Verkehr künftig von der Straße auf die Schiene."
Zu Beginn sehr teuer, langfristig sehr günstig Dieses aufwändige Förderkonzept setzte sich auch gegen einen Mitbewerber aus Kitzbühel (Tiroler Unterland) durch.
Es überzeugte im UVP-Verfahren, hat allerdings den Nachteil der Kosten von 50 bis 60 Millionen Euro: "Wir haben viele Varianten durchgerechnet. Und es ist immer die Variante mit unterirdischem Förderband langfristig die kostengünstigste. Nur braucht man zu Beginn viel Kapital."
Ausschlaggebend für die Umsetzung war schließlich 2006 der Einstieg des zum Haselsteinerimperium gehörenden Bauriesen StRABAG. Diese beteiligte sich mit 80 Prozent am Diabaswerk Saalfelden. Und sicherte die Investition, räumt Gschäftsführer Schild ein: "Gottseidank ist der Partner STRABAG mit dem Projekt auch mitgegangen."
Vorkommen reicht 40 Jahre Ab 2011 soll der Abbau auf der Erweiterungsfläche auf dem Saalfeldener Biberg starten. Dort oben lagern 40 Millionen Tonnen Diabas, das sollte für 40 Jahre reichen.
salzburg.ORF.at; 05.09.08
Nach den Hangrutschungen in Saalfelden wurde jetzt ein Teil des Diabas-Abbaus wieder freigegeben. Nach einer Verhandlung mit der Betriebsleitung des Steinbruchs stimmte die zuständige Montanbehörde dem zu.