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GESELLSCHAFT |
27.07.2010 |
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2009: Salzburg war Abwanderungsland
Das Bundesland Salzburg war 2009 ein Abwanderungsland - es zogen mehr Leute weg als zu. Auch Salzburg könne - wie ganz Österreich - die Zuwanderung von Fachleuten aus dem Ausland vertragen, sagen Experten..
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Deutsche mit Abstand die meisten Zuwanderer
Im Vorjahr 2009 übersiedelten laut amtlicher Landesstatistik aus Salzburg gut 6.000 Menschen in andere Bundesländer. Nur etwas mehr als 5.000 sind von einem anderen Bundesland nach Salzburg zugezogen. Aus dem Ausland weist die Bilanz der Zuwanderung einen Überschuss auf.
Es sind um 830 Ausländer mehr nach Salzburg gekommen als wieder weggezogen sind. Bei der Herkunft liegen mit Abstand die Deutschen an der Spitze. 2.217 Deutsche haben im Vorjahr in Salzburg ihre Wohnsitze aufgeschlagen, das sind aber um 200 weniger als 2008.
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Deutsche, Ex-Jugoslawen, Tschechen
Die nächstgrößeren Gruppen mit rund 700 Zuwanderern kommen aus dem früheren Jugoslawien und den EU-Beitrittsländern von 2004: Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien.
Diese Zahlen sind gegenüber 2008 etwa gleich geblieben - genau wie die rund 500 Amerikaner und 450 Menschen aus Staaten in Asien, die neu in Salzburg leben.
Mit der Zu- und Abwanderung aus anderen Bundesländern gegengerechnet ergibt sich für das Bundesland Salzburg für 2009 ein Minus von 99 Personen. Es sind also 99 Personen weniger nach Salzburg zugezogen als das Bundesland wieder verlassen haben.
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Auch Mitterlehner für mehr Zuwanderer
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) begrüßt die von seinem ÖVP-Kollegen, Außenminister Michael Spindelegger, ausgelöste Debatte zur Konzentration der Zuwanderung auf qualifizierte Arbeitnehmer. Er selber habe vor drei Jahren den gleichen Vorschlag mit den gleichen Argumenten gemacht, erinnerte der Wirtschaftsminister. Damals war er allerdings aus der ÖVP heftig kritisiert worden.
Bisher geschehe die Zuwanderung „ungeregelt“, insbesondere im Rahmen des Familienzuzugs gebe es keine Steuerungsmöglichkeiten. „Uns fehlt der Umgang mit interessanten, hochwertigen Kräften“, so Mitterlehner. Schon bisher seien bestqualifizierte Menschen unter anderem nach Frankreich, Großbritannien oder die USA gegangen, statt nach Österreich zu kommen.
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Rot-Weiß-Rot-Card, ähnlich US-Greencard
Allerdings solle man das Thema jetzt „nicht emotionalisieren“, um keine negative Tendenz hineinzubringen, appellierte Mitterlehner.
Die geplante Rot-Weiß-Rot-Card sei schon weit gediehen und sollte rasch beschlossen werden.
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