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MI | 11.04.2012
Modelleisenbahnwaggon (Bild: DPA)
KONKURSANTRAG GESTELLT
Raiffeisen will Roco retten
Der Modelleisenbahnhersteller Roco in Hallein-Rif (Tennengau) stellt am Freitag den Konkursantrag über einen Teil der Roco Holding. Der Salzburger Raiffeisenverband hat ein Konzept ausgearbeitet, mit dem der zahlungsunfähige Großbetrieb gerettet werden soll.
Bleibt Maegdefrau der Chef?
Raiffeisen ist die Hausbank des Unternehmens.

Die Marke und möglichst viele Arbeitsplätze sollen erhalten werden, sagt Raiffeisen-Pressesprecher Udo Stegholzer. Der Ball liege seit dem Konkursantrag jedoch beim Masseverwalter. Der bisherige Roco-Geschäftsführer Peter Maegdefrau dürfte ersetzt werden.
800 Mitarbeiter betroffen
Peter Maegdefrau, Eigentümer von Roco, sieht sich "auf Grund der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens zum Konkursantrag gezwungen".

Betroffen sind die Standorte in Hallein-Rif, in Gloggnitz in Niederösterreich und in der Slowakei.

An den drei Roco-Standorten waren zuletzt 800 Mitarbeiter beschäftigt. Die Roco-Vertriebsgesellschaft in Freilassing ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Maegdefrau strebt einen Zwangsausgleich an und betont, sein Unternehmen stehe in intensiven Verhandlungen mit seiner Hausbank, um den Betrieb fortführen zu können.
Betriebsrat mahnt zur Ruhe
Karl Schernthaner, Roco-Betriebsrat in Hallein, rät Beschäftigen die Ruhe zu bewahren. Insolvenz bedeute nicht das Ende des Betriebes. Der Insolvenz-Ausfallgeldfonds sichere laufende Ansprüche.

Außerdem werde er sich mit voller Kraft für den Weiterbestand der Firma und den Erhalt der Arbeitsplätze einsetzen, sagte Schernthaner.
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