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MI | 11.04.2012
380kV-Mast neben 220kV-Mast (Bild: ORF)
ENERGIE
Pinzgau: Kaum Interesse an 380-kV-Leitung
Der Verbund hat am Mittwoch über den Trassenkorridor der 380-kV-Leitung im Pinzgau informiert. Doch das Interesse hielt sich in engen Grenzen - nur wenige Interessierte kamen ins Kongresszentrum Zell am See.
Nur eine Handvoll Interessierter
Nur etwa ein dutzend Pinzgauer Gemeindepolitiker und eine Handvoll weitere Interessierte fanden den Weg in das Zeller Kongresszentrum.

"Es ist das Interesse nicht so groß", weiß auch der Taxenbacher SPÖ- Landtagsabgeordnete und Gemeindevertreter Robert Zehentner, "Wir haben vor drei Tagen in Taxenbach alle neun betroffenen Grundbesitzer zusammengeholt. Ich glaube, nur die Hälfte ist gekommen."
Informationen über den Korridor
Die Verbund-Fachleute liefern Informationen über den Trassenkorridor, den Abbau bestehender Leitungen über Entschädigungen und den weiteren Fahrplan.

Der Brucker Gemeindevertreter Helmut Haslinger (ÖVP) findet "das Abrücken des Trassenkorridors in die mittleren Höhenlagen grundsätzlich positiv. Es ist einerseits ein gewisses Einsehen, dass man diese Dinge braucht, dass dieser hehre Wunsch nach einer Verkabelung einfach unrealistisch ist."
Ältere Leitungen werden abgebaut.
Taxenbach, Bruck, Lend entlastet
Durchaus positiv bewertet Robert Zehentner die bisherigen Planungen für seine Heimatgemeinde: "Taxenbach ist eine schwerst betroffene Gemeinde - von 110-kV-Leitung, von der 220-kV-Leitung. Die kommen jetzt weg. Das ist natürlich ein Riesengewinn für viele Taxenbacher. Da sind 400 bis 500 Wohnobjekte bei uns betroffen. Jetzt sind noch 21 betroffen - in Summe ist es eine Besserstellung."

Der Kapruner Bürgermeister Norbert Karlsböck (SPÖ) ergänzt, dass "vor allem im Bereich Bruck, Taxenbach und Lend diese Verlegung einer sonnseitig gelegenen ÖBB-110-kV-Leitung auch sehr viele betroffene Wohnobjekte entlasten wird."
Enschädigungen zugesichert
Den Gemeinden sichert der Verbund übrigens nicht nur die Erdverkabelung von bestehenden kleineren Freileitungen und deren Abbau zu. Es winken auch freiwilige Entschädigungszahlungen in einer Größenordnung bis zu 14 Millionen Euro.
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