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MI | 11.04.2012
Haus neben Stromleitungsmast (Bild: ORF)
PINZGAU
Bauer lebt 20 Meter neben 380-kV-Leitung
Um die Mindestabstände von Wohnhäusern zur 380-kV-Leitung wird derzeit gerungen - 100 oder 200 Meter, ist eine Streitfrage. Dabei lebt in Mittersill (Pinzgau) ein Bauer seit 1976 nur 20 Meter neben einer 380-kV-Leitung.
Weidezaun von selbst unter Strom
Der Rieserbauer Hermann Goller kann Zauberkunststücke vorführen: Sein Weidezaun ist an keine Stromquelle angeschlossen - und steht dennoch unter Spannung. Der Strom kommt von der 380-kV-Leitung, die nur zehn Meter Luftlinie vom Zaun entfernt ist.

Das Wohnhaus der Gollers steht geschätzte 20 Meter neben dem Strommasten. Der Biobauer lebt von Mutterkuh-Haltung, Milch gibt es nur für den Eigenbedarf und für Gäste.
Hochspannungsleitung über Haus (Bild: ORF)
Besorgnis bei Urlaubern
Die Bäuerin vermietet eine neu gebaute Wohnung für Urlaub am Bauernhof mit Fotos im Internet.

"Die meisten wissen, dass Strommasten da sind. Und die fragen, ob die schädlich sind", sagt Roswitha Goller, "Ich kann nur antworten: Ich weiß es nicht, es kann schädlich sein, aber ich weiß es nicht."
Haus neben Hochspannungsmast (Bild: ORF) "Da kann man nix mehr machen"
Laut Gesetz wäre ein so geringer Abstand zwischen Hochspannungsleitung und Wohnhaus heute nicht mehr denkbar.

Für Hermann Goller ändert das aber vorerst nichts: "An sowas gewöhnen kann man sich nie. Das steht da, man kann jetzt momentan - wie's ausschaut - nix mehr machen. Da hört man immer. Wenn's regnet, werden sie relativ laut - ein Leben am Masten. Dabei hätten wir den schönsten Blick auf die Stadt Mittersill."
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