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MEDIZIN |
26.06.2010 |
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Bessere Chancen durch besseres Aussehen
Schönheit bringt den Menschen Vorteile und das erklärt auch den Boom bei Schönheitsoperationen. Das sagte der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann in Salzburg bei einer Tagung zum Thema Schönheits-OPs.
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Schöne Menschen wird mehr vertraut
40.000 schönheitschirurgische Eingriffe werden jährlich in Österreich gemacht und die Zahl der jungen Menschen, die sich operieren lassen, nimmt ständig zu.
Nicht nur, weil sie ihren vielen schönen und berühmten Vorbildern nacheifern, sondern auch weil sie damit ganz konkret ihre Chancen erhöhen wollen und meist auch können, ob beim anderen Geschlecht oder im Job.
Liessmann nennt dafür Ergebnisse aus der Attraktivitätsforschung: "Es ist überhaupt keine Frage, dass man schönen Menschen einen Vertrauensvorschuss entgegenbringt. Wer immer ein Bewerbungsgespräch geführt hat, weiß das."
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Studie belegt: Schöne bekommen mildere Strafen. |
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"Schöne Kinder werden besser beurteilt"
Und auch in der Schule sei die Situation ganz ähnlich, versichert der Wiener Philosoph und Kulturpublizist: "Es gibt Untersuchungen dazu, die aber nicht veröffentlicht werden, weil es unser ganzes Schulwesen im Fundament erschüttern würde. Schöne Kinder werden intuitiv und unbewusst besser beurteilt."
"Das geht sogar soweit, eine amerikanische Studie belegt das, dass auch Richter bei Angeklagten, die das selbe Vergehen begangen haben, wenn es um das Strafausmaß geht den schöneren Angeklagten mit weit weniger Strafe belegen, als den weniger Schönen", erklärt Liessmann.
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Karl Heinz Grasser ein gutes Beispiel
Es ist also kein Wunder - so Liessmann - dass in unserer beinharten Wettbewerbsgesellschaft jeder schön sein will und dabei nach Kräften nachhilft.
Dass das alte, aus der Evolution stammende Schema: "attraktiv ist gleichbedeutend mit vertrauenserweckend", heute noch gilt, dafür nennt Liessman ein aktuelles, prominentes, österreichisches Beispiel.
"Man stelle sich vor, was wäre aus Karl Heinz Grasser geworden, wenn er aussähe, sagen wir, wie Bruno Pittermann? Also alles das, wovon der noch immer lebt, also dieser ungeheuere Vertrauensvorschuss, der nach wie vor da ist, hat schon etwas mit seinem Aussehen zu tun", meint Liessmann.
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