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BILDUNG |
14.06.2010 |
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HBLA: "Deutschzwang" laut Juristen erlaubt
Das Verbot privater Gespräche auf Türkisch und Serbokroatisch an Schulen ist legal. Das sagte Landesschulratspräsident Herbert Gimpl am Montagnachmittag. Er selbst würde einen solchen "Zwang" aber nicht weiterempfehlen.
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Stellungnahme der Schulleitung
Gimpl hat die Rechtslage dieses Verbotes Montagnachmittag prüfen lassen und es sei tatsächlich erlaubt.
Von der Schulleitung in St. Johann wurde Montagvormittag gegenüber dem ORF betont, es sei kein eigentliches Verbot, sondern eine in der Hausordnung verankerte Abmachung, dass Schülerinnen - die nicht Deutsch als Muttersprache haben - bei Anwesenheit von deutschsprachigen Schülerinnen einfach Deutsch verwenden sollten.
Von einem allgemeinen Zwang zu Deutsch bei Gesprächen zwischen Schülerinnen ausländischer Herkunft könne keine Rede sei, hier liege offenbar ein Missverständnis vor.
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"Sprache vermittelt Persönlichkeit"
Rudolf Mair arbeitet als Landesschulinspektor für die Sonderpädagogik mit besonders vielen Zuwandererkindern. Er hält nichts von solchen Sprachverboten.
"Wenn ich das Bedürfnis habe etwas auszudrücken und das in meiner Muttersprache tue, dann ist das ganz in Ordnung. Durch Sprache wird sehr viel Persönlichkeit vermittelt. Ich stelle mich dar durch die Verwendung meiner Sprache, meine ganze Personalität äußert sich unter anderem durch Sprache und hier einzugreifen halte ich für ganz, ganz schwierig", meint Mair.
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FPÖ applaudiert kirchlicher Schule
Das Thema aus dem Frühjournal von ORF Radio Salzburg hat Montagvormittag für bundesweite Echos gesorgt.
Applaus für die von der katholischen Kirche betriebene HBLA St. Johann im Pongau gibt es von den Freiheitlichen in Wien. Die Partei des wahlkämpfenden Heinz-Christian Strache fordert nun, diese Regelung müsse an allen Schulen in Österreich eingeführt werden.
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Laut der Schul-Hausordnung soll Deutsch gesprochen werden. |
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Beschluss von Eltern und Schülervertretern
Der Salzburger Landesschulratspräsident Herbert Gimpl (SPÖ) sagt dazu, dass das Verbot in St. Johann kein Alleingang der Direktorin sei, sondern eine in der Schule vom Gemeinschaftsausschuss abgestimmte Vorgangsweise.
Gimpl verweist auf den Beschluss, der auf Antrag von Eltern und Schülervertretern zustande gekommen sei - im letzten Herbst: "Wenn man in der Klassengemeinschaft zusammen ist, soll laut Hausordnung die deutsche Sprache verwendet werden."
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Diskriminierender Aspekt?
Gimpl sagt, die deutsche Sprache sei "natürlich ein wichtiges Mittel, um Integration betreiben zu können." Solche Beschlüsse seien natürlich an den Landesschulrat zu melden bzw. den Landesschulinspektor.
Das sei in diesem Fall mit Sicherheit geschehen, so Gimpl: "Offensichtlich wurde das vom zuständigen Inspektor nicht beanstandet, was ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt sagen kann. Wir unterziehen den Beschluss des Schulgemeinschaftsausschusses aber nun einer schulrechtlichen Überprüfung. Das Ergebnis liegt noch nicht vor."
Es gehe um die Feststellung, ob hier ein diskriminierender Aspekt abgeleitet werden kann, sagt Gimpl: "Wenn das Juristen so sehen, dann wird man sicher mit der Schule und dem Schulgemeinschaftsausschuss sprechen müssen."
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salzburg.ORF.at; 14.06.10
Geteilte Reaktionen löst eine Maßnahme an der katholischen Privatschule Elisabethinum in St. Johann (Pongau) aus. Die Direktorin fordert, Schülerinnen dürften nur noch in deutscher Sprache miteinander reden.
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