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CHRONIK |
03.04.2010 |
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Haiti: Bauplatz für Salzburger Siedlung fixiert
Die Hilfe des Salzburger Roten Kreuzes nach dem Erdbeben in Haiti nimmt konkrete Formen an: Jetzt wurde der Bauplatz für die Salzburger Siedlung fixiert - in Leogane westlich von Port-au-Prince. Rund 300 Häuser sind geplant.
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Einsatz in Leogane
Die zivile Hilfe in Haiti wird über das Internationale Rote Kreuz gesteuert. Die Salzburger Helfer sind in Leogane, 32 Kilometer westlich von Port-au-Prince, im Einsatz.
"Wir haben einen Bauplatz gesucht, der richtig liegt, der windgeschützt ist, der von der Bodenbeschaffenheit her der richtige ist. An dieser Stelle soll jetzt die Salzburger Siedlung entstehen", schildert Herbert Wieser, Chef des Stabes beim Landesrettungskommando.
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 Viele haben Angehörige bei dem Beben verloren. |
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Schicksalsschläge in fast jeder Familie
Zurzeit leben in dem vom Österreichischen Roten Kreuz betreuten Zeltlager in Leogane "etwa 450 Familien, eine Familie hat vier bis fünf Personen." Und es gibt kaum eine Familie, die nicht einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat.
"So war in einem Zeit eine Frau untergebracht, der beide Beine amputiert werden mussten und die ihre gesamte Familien verloren hat", erzählt Wieser, "Im Nebenzelt waren dann vier Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Und die Frau kümmert sich jetzt im Camp um die Kinder, soweit es möglich ist."
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Hilfe soll Wirtschaft ankurbeln
Für die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes " muss das oberste Ziel sein, dass man die Wirtschaft im Land selbst wieder ankurbelt, dass die Leute wieder Geld verdienen und selbst für ihre Familien sorgen können."
Deshalb wird das Rote Kreuz Salzburg Einheimische als Bauarbeiter rekrutieren, betont Wieser: "Das Material ist bereits bereitgestellt, das ist in Amerika gelagert - die Holz- und die Planenteile. Wir wollen jetzt Holzhäuser aufstellen. Diese Holzhäuser werden einbetoniert, fundamentiert, mit einer Spezialplane überzogen und mit einem Wellblechdach gedeckt sein. In der zweiten Phase soll dann möglich sein, dass diese Häuser verkleidet werden, innen in Ziegelbauweise ausgestattet und vertäfelt werden. Das sollen die Einheimischen vor Ort selbst machen."
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300 Häuser á 1.500 Euro geplant
Das Material für ein solches Haus kostet etwa 1.500 Euro: "Wir vom Roten Kreuz Salzburg wollen diese Siedlung mit etwa 300 Häusern ausstatten, um damit 1.500 Menschen wieder ein Zuhause geben zu können."
Der größte Wunsch der Bevölkerung in Leogane ist, "dass man eine kleine Kirche baut, dass man eine kleine Schule baut, wo der Notbetrieb für die Kinder wiederhergestellt werden kann", erzählt Wieser.
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Salzburger Geld wird vom Roten Kreuz verteilt
Das in Salzburg gespendete Geld "wird 1:1 direkt ins Camp nach Haiti zur Föderation des Internationalen Roten Kreuzes überwiesen", betont Wieser, "Und von dort aus werden die Hilfsgüter und auch die einheimischen Mitarbeiter bezahlt."
In Leogang (Pinzgau) gibt es am 9. April eine Benefizveranstaltung - mit Kabarett und der Präsentation "Leogang hilft Leogane"
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