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CHRONIK |
27.03.2010 |
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Eigene Skifahndung der Polizei in Saalbach
In Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) betreibt die Polizei seit einigen Jahren eine eigene Skifahndung. Denn bei Liftstationen und Bars bleiben viele Ski liegen - die Polizisten suchen in Kleinarbeit nach den Besitzern.
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Suche an Skiständern frühmorgens
Rund 33.000 Gäste tummeln sich pro Tag im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Bei solchem Ansturm bleiben auch viele Ski liegen.
Deshalb schlägt frühmorgens, wenn die Apres-Ski-Lokale und Schirmbars verwaist sind, die Stunde der Polizei-Skifahnder. Sie suchen Ausrüstung, die schon an den Vortagen da war oder als gestohlen oder vermisst gemeldet wurde.
Diese Ski werden sichergestellt und wandern ins Skidepot der Polizeiinspektion. Hier haben sich im Lauf der Saison an die 30 bis 40 Paar Ski angesammelt.
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Polizei gleicht täglich Anzeigen mit gefundenen Skiern ab. |
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Kriminalistische Kleinarbeit
Die Suche nach den rechtmäßigen Besitzern der Ski ist kriminalistische Kleinarbeit, weiß Harald Moser von der Polizeiinspektion Saalbach-Hinterglemm: "Wir führen quasi eine Diebstahlsliste der angezeigten Ski und wir führen eine Liste der sichergestellten Ski. Die gleichen wir dann ab. So können wir sehr viele Ski wieder zuordnen."
Während der Saison "machen wird das täglich", betont der Polizist, "Es bleibt uns nichts anderes übrig. Man kann das als Bürgerservice sehen. Es kommt natürlich auch der Polizei selber zu Gute, weil dadurch diese Fälle aus der Statistik genommen werden können."
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Weniger Versicherungsbetrug
So kommt auch Skiverleiher Helmut Hasenuer auf der Suche nach einem nicht retournierten Leihski zur Polizeiinspektion
"Die Versicherungen zahlen, zahlen und zahlen. So wird eine Meldung an die Versicherung gemacht, der Ski ist wieder aufgetaucht. Der bekommt sein Geld wieder zurück, der hat den bei mir natürlich zahlen müssen", schildert Hasenauer.
Dank intensiver Polizeifahndung sind Fälle, in denen Ski zwecks Versicherungsbetruges absichtlich zurückgelasssen werden, rückläufig.
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"Die können ihre Ski gar nicht mehr wiedererkennen." |
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Meist lassen Betrunkene ihre Brettl zurück
Als Hauptursache für abhandengekommene Ski gilt aber Vergessen oder Verwechseln unter feucht-fröhlichen Umständen: "Die verlassen das Lokal dann - Hausnummer - mit zwei Promille. Die können ihre Ski gar nicht mehr wiedererkennen", betont Polizist Moser.
"Es ist mir schon untergekommen, dass jemand gesagt hat: Wenn ich die Meinen nicht mehr finde, nehme ich einfach die anderen. Er probiert dann, ob er hineinpasst. Wenn er passt, ist ihm das ganz egal. Und das löst eine Kettenreaktion aus", weiß Apres-Ski-Bar-Betreiber Stefan Sochor.
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salzburg.ORF.at; 26.3.10
Man sollte überlegen, Skihütten generell eine Stunde nach Betriebsschluss der Skilifte zuzusperren - also meist um 17.15 Uhr. Dieser Vorstoß kommt jetzt vom Präsidenten des Tarifverbunds Ski Amade, Rudolf Egger.
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