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MO | 13.02.2012
Jean-Francois Baez Trio. Bild: Snow Jazz Gastein
KULTUR
Snow Jazz: Pariser Musiker beleben Gastein
Das Gasteinertal steht ab Freitag wieder im Zeichen des Jazz. Beim "Snow Jazz" ist Musik aus Paris heuer das Thema. Einer der Stargäste ist die Urenkelin des Gitarristen Django Reinhardt, der den "Hot Club de France" gründete.
Paris (Bild: APA) Bunte Szenen an der Seine
Musiziert wird auch wieder auf Gasteiner Skihütten, in Hotels, Bars und der Evangelischen Kirche von Bad Gastein.

Paris ist nicht nur das Herz Frankreichs, eine Weltmetropole und die Stadt der Liebe. Paris verbindet bis heute eine ganz besondere Beziehung zum Jazz und allen seinen Spielarten.
"Nach dem Ausflug in den musikalischen Kontinent Südamerika im letzten Jahr wirft Snow Jazz unter dem Titel `I love Paris` einen Blick auf die vielfältige Szene an der Seine", sagt Sepp Grabmaier vom Sägewerk Bad Hofgastein, das Snow Jazz veranstaltet.

Insgesamt kommen an die 20 Formationen aus aller Welt zum Snow Jazz in Gastein - darunter die Urenkelin des legendären Gitarristen, Komponisten und Arrangeurs Django Reinhardt, Dotschi Reinhardt.
Louis Sclavis & Vincent Courtois, Jazzer aus Paris. Bild: Snow Jazz Gastein.
Vincent Courtois & Louis Sclavis
Bild: Jazz im Sägewerk (Bad Hofgastein) Wahlheimat vieler Weltstars
Schon seit den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts zeigte das französische Publikum großes Interesse an amerikanischer Musik, Paris und Frankreich wurden zur Wahlheimat von bekannten Jazzgrößen wie Sidney Bechet, Kenny Clarke, Bud Powell, Johnny Griffin, Anthony Braxton, dem Art Ensemble of Chicago.

Noch heute ist sie das für David Murray und Jacky Terrasson, sie alle haben die Jazzszene in Paris und ganz Frankreich wesentlich beeinflusst.
Sepp Grabmaier, Manager des Jazz Sägewerkes Hofgastein. Bild: Gerhard Kemptner
Festival-Gründer Sepp Grabmaier
Auf den Spuren des "Hot Club de France"
Doch auch Musiker wie Django Reinhardt und Stéphane Grappelli aus dem Kulturkreis der Sinti und Roma und ihr „Hot Club de France“ schrieben ein wichtiges Kapitel der Pariser Jazzgeschichte, heute haben sich nicht nur ihre Nachfolger im Genre des Gypsy Swing, sondern auch jene des Modern Jazz längst von ihren Vorbildern emanzipiert.

International bedeutende Künstler Frankreichs wie Louis Sclavis & Vincent Courtois werden an zehn Tagen in Gastein ihre speziellen Geschichten erzählen.

Auch Musiker der jüngeren Generation wie Jean Francois Baez, der unglaubliche Oboist Jean Luc Fillon, die Urenkelin von Django Reinhardt, Dotschy mit ihrem Ensemble, das „Manouche-Saiten-Quartett“ Les doigts de l´homme der Gitarrist Noel Akchoté, die bezaubernde Stimme von Valérie Louri und das entspannte Balaphon- und Vibraphonspiel von Lansiné Kouyaté & David Neerman sind zu entdecken.
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