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JUSTIZ |
11.03.2010 |
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Sechseinhalb Jahre Haft für Serieneinbrecher
Im Prozess gegen den moldawischen Serieneinbrecher ist Donnerstagnachmittag das Urteil gefallen: Sechseinhalb Jahre Haft. Er hat zugegeben, in 170 Geschäfte, Lokale und Firmen eingebrochen zu haben - in Salzburg, Tirol und der Steiermark.
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Weitum aktiv auf Einbruchstouren
Tatorte waren Schwarzach, Bad Gastein und Bischofshofen, aber auch Gemeinden in Tirol und der Steiermark. Das Urteil des Landesgerichts ist noch nicht rechtskräftig, der 25-jährige Moldawier hat sich Bedenkzeit erbeten.
Er ist laut Anklage als "regelrechter Kriminaltourist" mit dem Zug immer wieder nach Österreich gereist.
Von April 2006 bis Juli 2009 soll der 26-jährige Angeklagte in Salzburg, Tirol und der Steiermark Diebesgut im Wert von 115.000 Euro erbeutet haben. Das warf ihm der Staatsanwalt am Donnerstag beim Prozess am Salzburger Landesgericht vor.
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Geständig, aber mit Erinnerungslücken
"Ich bin schon geständig, kann mich aber nicht mehr an alles erinnern", sagte der schmächtige Moldawier zum Vorsitzenden, Richter Helmuth Torpier. Als Tatorte bevorzugte er Geschäfte, Firmen, Gasthöfe, Vereinslokale, Kindergärten und Schulen.
Einen Teil der Beute - darunter Bargeld, Laptops und Digitalkameras - verkaufte er. Die Polizei erwischte ihn am 7. Juli 2009 am Innsbrucker Hauptbahnhof und nahm ihn fest.
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Staatsanwalt vermutet weitere Komplizen
Der bei den Einbrüchen entstandene Schaden war mit 128.000 Euro höher als der Wert der Beute. Vielfach wurden DNA-Spuren des einschlägig vorbestraften Verdächtigen gefunden.
Überwachungskameras lieferten zudem Fotos von dem Täter. Der 25-Jährige erklärte, er habe die Einbrüche allein begangen, der Staatsanwalt geht aber davon aus, dass er teilweise mit Komplizen unterwegs war. Die Polizei stellte einen Teil der Beute sicher.
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Keinen Beruf erlernt
Der Mann hatte 2003 laut Staatsanwalt "mit falscher Identität" in Österreich einen Asylantrag eingebracht. Dieser wurde 2005 abgewiesen. Der 25-Jährige sei dann laut Anklage trotzdem nach Österreich gekommen, um mit Einbrüchen sein Geld zu verdienen.
Einen Beruf habe er nicht erlernt, erzählte der Angeklagte dem Richter. Die Anklage lautete auf schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl und Urkundenfälschung.
Sein Mandant habe sich nach der Festnahme kooperativ gezeigt, sagte Verteidiger Christoph Hirsch. "Er hat mit der Polizei Rundfahrten in Österreich gemacht und gezeigt, wo er eingebrochen hat."
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