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WIRTSCHAFT |
05.03.2010 |
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Viele Lkw-Fahrer nicht in Salzburg beschäftigt
Bei einigen Salzburger Speditionen ist ein Großteil der Lkw-Fahrer nicht in Österreich angemeldet. Sie arbeiten entweder als Schein-Selbstständige oder haben einen ausländischen Arbeitsvertrag, kritisiert die Gewerkschaft vida.
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Schwere Zeiten für Transportbranche
Die Krise setzt viele Salzburger Speditionen unter Druck. Die Nachfrage nach Fuhren sinkt - wer Aufträge haben will, muss sie zu Dumpingpreisen übernehmen.
Die Folge ist, dass die Zahl der Pleiten in der Transportbranche im letzten Jahr deutlich gestiegen ist mit Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Die Forderungen von arbeitslosen Lkw-Fahrern an den Insolvenzausgleichsfonds haben sich innerhalb eines Jahres beinahe versechsfacht, rechnet die Gewerkschaft vida vor.
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Kritik der Transportgewerkschaft. |
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"Viele mit ausländischen Verträgen"
Doch nur ein Teil der Lastwagenlenker kann solche Forderungen stellen. Denn in einigen Salzburger Speditionen hat nur noch eine Minderheit der Lenker einen österreichischen Arbeitsvertrag, sagt vida-Landeschef Walter Androschin.
"Die Firma Augustin hat rund 900 Lkw und ist eine der größten Speditionen. Wir haben das jetzt überprüft bei der Salzburger Gebietskrankenkasse - es sind nicht einmal 50 Chaffeure bei der Salzburger GKK angemeldet.
Die anderen fahren mit ausländischen Arbeitsverträgen", sagt Androschin.
Augustin Network betont dazu, dass die Fahrer bei der Niederlassung in ihrer jeweiligen Heimat angestellt werden - insofern gehe die Kritik der Gewerkschaft ins Leere.
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Nur wenige Lkw-Fahrer bei Gewerkschaft
Dass sich viele Lenker mit tschechischen oder slowakischen Arbeitsverträgen abspeisen lassen, wundert die Gewerkschafter. Aber nur wenige Lastwagenfahrer sind auch Gewerkschaftsmitglieder.
"Gerade dort, wo die Bedingungen am schlechtesten sind, wo schlecht bezahlt wird und wo wir auch keine guten Kollektivverträge haben, ist es sehr schwer mit gewerkschaftlicher Organisation vorzudringen", meint Androschin.
Ein Grund, warum viele Lenker solche Verträge bevorzugen, dürfte sein, dass viele von ihnen wegen Scheidungen usw. verschuldet sind. Und wer in Tschechien einen Arbeitsvertrag hat, bei dem kann das österreichische Finanzamt keine Lohnpfändung machen.
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Gespräche, um Lage zu verbessern
Die Gewerkschafter wollen jetzt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine Verbesserung der Lage erreichen. Schließlich müsse es auch im Interesse der Kammer sein, dass schwarze Schafe unter den Frächtern das Handwerk gelegt wird, sagt Gewerkschafter Androschin.
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