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POLITIK |
22.02.2010 |
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Streit um Milchpreis setzte ÖVP-Bauern zu
Nach dem unerwartet starken Stimmenverlust bei der Landwirtschaftskammer ist im ÖVP-Bauernbund jetzt Ursachenforschung angesagt. Am stärksten habe der Streit um den Milchpreis den Bauernbündlern zugesetzt, heißt es.
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Vier Mandate weniger "Denkzettel"
Während die Sieger vom Unabhängigen Bauernverband ihren Triumph auskosten, lecken der ÖVP-Bauernbund, die Freiheitliche Bauernschaft und die SPÖ-Bauern ihre Wunden. Im Bauernbund hat man zwar mit dem Verlust von zwei Mandaten gerechnet. Dass es aber gleich vier werden, hat Landwirtschaftskammerpräsident Franz Eßl und seine Mitstreiter doch überrascht.
"Denkzettelwahl", "böse Überraschung", "äußerst unerfreulich": Das sind nur einige der Ausdrücke, die man am Montag aus dem ÖVP-Bauernbund hört.
Dass man das historische Wahlergebnis von 2005 mit 78 Prozent nicht halten werde können, sei zwar vor der Wahl klar gewesen, heißt es. Aber den Verlust von knapp zehn Prozent und vier Mandaten haben nicht einmal Pessimisten befürchtet.
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In Milchpreis-Diskussion. |
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Zu spät auf Existenzängste reagiert
Mehrere Gründe für die schwindende Zustimmung werden angegeben: Am stärksten habe dem Bauernbund die Diskussion um den Milchpreis zugesetzt.
Da habe man zum Teil zu spät auf die sich breit machende schlechte Stimmung reagiert - und auch zu wenig zugehört, ja, die Existenzängste unterschätzt, klopft sich der eine oder andere Bauerbündler aus dem Flachgau an die Brust. Außerdem hätte man versuchen sollen, die internen Kritiker besser einzubinden.
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Leitungen als mögliche andere Gründe
Eine Rolle gespielt haben mögen auch zwei landespolitische Dauerbrenner: Während die einen kritisierten, dass die Landwirtschaftskammer mit der Tauerngasleitung eine Rahmenvereinbarung ausgearbeitet hatte, bemängelten die anderen, dass eine solche Vereinbarung bei der 380-kV-Leitung gefehlt habe.
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Desaströses Abschneiden bei der Wahl. |
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Freiheitliche Bauern am Boden
Die erdrutschartigen Gewinne des Unabhängigen Bauernverbandes und die schweren Verluste des ÖVP-Bauernbundes haben ein anderes Ergebnis fast verdeckt: Das geradezu desaströse Abschneiden der Freiheitlichen Bauernschaft.
In der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung ist sie vom zweiten auf den vierten und letzten Platz abgerutscht und nur mehr mit einem Mandat vertreten.
Ähnlich düster sieht es in den Bezirken aus: Im Flachgau, Tennengau, Pongau und Pinzgau sind die Freiheitlichen aus den Bezirksbauernkammern geflogen, nur im Lungau haben sie ihr Mandat gehalten.
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salzburg.ORF.at; 21.2.10
Bei der Salzburger Landwirtschaftskammerwahl verlor der ÖVP-Bauernbund am Sonntag 9,9 Prozentpunkte. Er behielt aber eine 68,1-Prozent-Mehrheit. Die unabhängigen Bauern legten zu.
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