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POLITIK |
21.02.2010 |
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ÖVP-Bauernbund verliert bei Wahl
Bei der Salzburger Landwirtschaftskammerwahl verlor der ÖVP-Bauernbund am Sonntag 9,9 Prozentpunkte. Er behielt aber eine 68,1-Prozent-Mehrheit. Die unabhängigen Bauern legten zu.
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Unabhängige Bauern die Sieger
Der Unabhängige Bauernverband darf sich als Wahlsieger fühlen - er legte um 14,6 Prozentpunkte zu und kam auf 21,1 Prozent.
Die FPÖ-Bauern und die Sozialdemokraten verloren leicht: die FPÖ rutschte um 2,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent, die SPÖ-Bauern um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent.
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ÖVP-Bauernbund wieder auf historischem Tiefststand. |
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Fünf Mandate Plus für Bauernverband
Für die Sitzverteilung in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer bedeutet das eine deutliche Verschiebung: Der Bauernbund rutscht so wie 1995 auf einen Tiefststand von 20 Mandaten ab.
Der Unabhängige Bauernverband gewinnt fünf Mandate dazu und kommt auf sechs Sitze. Die Freiheitlichen Bauern verlieren ein Mandat und halten nur noch einen Sitz, bei den SPÖ-Bauern ändert sich nichts.
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Alternative für frustrierte Milchbauern
Vor allem die von den niedrigen Preisen frustrierten Milchbauern hätten den Ausschlag gegeben, sagt Georg Eßl, Obmann des Unabhängigen Bauernverbandes: "Wir wollten ihnen eine Alternative bieten. Das ist uns gelungen. Ich glaube, die sind das letzte Mal nicht zur Wahl gegangen."
Vier bis fünf Mandate seien für ihn vor der Wahl "ein Traum" gewesen, ergänzt Eßl, "Und der Traum ist traumhafter geworden - von sechs Mandaten sind wir überwältigt."
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Bauernbund will von unabhängigen Bauern "Taten nach Worten" sehen. |
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Eßl: Bauern "mit geeinter Stimme"
Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Eßl vom Bauernbund schloss einen Rücktritt wegen der Verluste aus: Die anderen Fraktionen hätten einen Wahlkampf gegen den Bauernbund unter dem Motto "alle gegen einen" geführt..
Die Verluste des Bauernbundes und die Zugewinne der unabhängigen Bauern kommentiert Eßl so: "Ich gratuliere den unabhängigen Bauern zu ihrem Wahlergebnis und hoffe, dass sie ihren Worten nun auch Taten folgen lassen. Die Salzburger Bauernschaft muss mit geeinter Stimme sprechen, um sich Gehör verschaffen zu können".
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FPÖ-"Reinrassigkeits"-Parole zog nicht
FPÖ-Bauernvertreter Alois Nußbaumer war im Wahlkampf vor allem durch die "Reinrassigkeits"-Parole auf den Plakaten aufgefallen. Dass das bei den Wählern offensichtlich nicht gezogen hat, stört Nußbaumer nicht: "Wir sind die Stehauf-Partei schlechthin. Wir sind Höhen und Tiefen gewohnt".
SPÖ-Bauernvertreter Robert Zehentner ist trotz der Stagnation an der Urne nicht unzufrieden: "Es ist mir gelungen, die politische Konkurrenz mit den Inhalten zu beschäftigen". Die Aufregung, die SPÖ-Umweltlandesrat Walter Blachfellner mit einem Brief zu einem Schneeräum-Verbot für nicht abgasarme Traktoren verursacht hat, sei für die SPÖ-Bauern dagegen nicht hilfreich gewesen, ergänzt Zehentner.
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33.000 Wahlberechtigte
Vier Fraktionen kandidierten für die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer - die Grünen nicht mehr. Rund 33.000 Salzburger Bauern und deren Familien waren am Sonntag wahlberechtigt.
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salzburg.ORF.at
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