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MO | 13.02.2012
Kellner auf Skihütten-Terrasse (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Kellner statt Selbstbedienung auf Skihütten
Was in vielen Wintersportgebieten noch die Ausnahme ist, ist seit heuer in Leogang (Pinzgau) die Regel: Alle Skihütten bieten Kellner statt Selbstbedienung.
Kein Chaos mehr bei voller Terrasse
Auf Seers Asitz bei der Bergstation in Leogang ist es die erste Saison, in der Kellner den Skifahrern Essen und Trinken servieren. In Stoßzeiten müssen rund 500 Gäste bedient werden.

Früher herrschte auf der Hütte bei Selbstbedienung und voller Terrasse immer wieder Chaos: "Diese Selbstbedienung auf Skihütten war eigentlich nie die richtige Variante, weil von Leuten mit Skischuhen kann man nicht verlangen, dass sie mit einem Tableau durch die Gegend rennen - überhaupt, wenn es rutschig ist", sagt Wirt Hans Seer.
Schon bei Selbstbedienung viele Angestellte notwendig.
Nicht mehr Personal notwendig
Deswegen wird seit dieser Saison von Kellnern serviert und kassiert. Mehr Personal sei dadurch nicht nötig gewesen, sagt Seer.

"Man hat eigentlich schon zuviel Mitarbeiter in der Selbstbedienung gebraucht, die gewartet haben, bis irgendein Gast kommt. Jetzt können diese Mitarbeiter hinausgehen zum Gast und den bedienen. Natürlich bleiben die Leute dann schön ruhig sitzen und rennen uns nicht im Weg herum."
"Es kommt beim Gast sehr gut an"
Auf der Leoganger Forsthofalm hat man seit Jahren gute Erfahrungen mit der Bedienung der Skifahrer. Hier wurde dadurch auch das Speisenangebot umgestellt - vorwiegend auf Bio.

"Wir wollten dem Gast mehr Service bieten, bessere Preis/Leistung. Es kommt beim Gast sehr gut an, dass er am Tisch bedient wird, dass er sein Essen nicht mehr selbst holen muss", sagt Markus Widauer von der Forsthofalm.
Zusätzliche Kaffee- und Schnapsverkäufe
Immerhin profitieren auch die Wirte davon, wenn sich die Gäste nicht mehr selbst bedienen müssen - so wie Christine Ferner von der Stöcklalm.

"Es ist sicher ein Zusatzverkauf da, den man mit der Selbstbedienung nicht machen kann, weil sich der Gast wahrscheinlich nur einmal anstellt und dann kommt er nicht mehr. Da werden einfach Kaffee und Schnäpse zusätzlich verkauft, was man im Selbstbedienungsbereich nicht dazuverkaufen kann."
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