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DI | 14.02.2012
Ski auf Messe (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Atomic und Blizzard bleiben optimistisch
Obwohl der Skimarkt weltweit schwächelt, strahlen die Salzburger Skifirmen Atomic und Blizzard große Zuversicht aus. Das zeigt sich bei der ISPO in München (D), der weltweit größten Sportartikelmesse.
"Haben zwei starke Marken im Konzern"
Wenn das Gedränge auf den beiden Messeständen bei Atomic und Blizzard nur ansatzweise eine Aussagekraft hat, dann ist der Optimismus bei beiden Skiherstellern gerechtfertigt. Mit 540.000 Paar verkauften Skiern ist Atomic Marktführer und das wird auch so bleiben, sagt Atomic-Chef Michael Schineis.

"Der Markt wächst langsam, wir müssen verdrängen. Das bessere Produkt gewinnt, die bessere Konzeption und das bessere Marketing gewinnt. Wir haben zwei sehr, sehr starke Marken im Konzern, auf der einen Seite Atomic, auf der anderen Salomon. Und die ersten Listungen und Ergebnisse zeigen, dass wir Marktanteile gewinnen können und gewinnen werden", meint Schineis.
"Wir haben extrem viele Leute, es wirkt einfach alles zusammen."
Blizzard freut sich über großen Ansturm
Nicht in der Rolle des Gejagten, sondern in der des Jägers scheint sich Blizzard derzeit wohl zu fühlen. Die Erfolge von Blizzard-Fahrer Reinfried Herbst, die Wahl zum innovativsten Ski der ISPO und Riesengedränge am Messestand - Marketingchef Thomas Rakuscha ist zufrieden.

"Wir haben wirklich in den letzten Jahres das nie erlebt, was heute und gestern am Stand los war. Wir haben extrem viele Leute, es wirkt einfach alles zusammen. Wir haben wirklich ein ganz ein großes Momentum, es ist sehr viel los", so Rakuscha. Trotz dieses Optimismus - auf dem Skimarkt herrscht ein rauhes Klima.
Tourengehen großer Trend in Österreich
Weltweit sind es zurzeit 3,5 Millionen Paar verkaufte Skier und die Tendenz ist leicht sinkend. Weil die Wintersportler immer öfter Skier ausleihen, statt kaufen und die Ski auch länger verwenden als früher. Kein Wunder, dass jede Nische auch beim Marktführer besetzt wird -Stichwort "Tourenski".

"Tour ist ein großer Trend, vor allem in Österreich und im Alpenraum. International, Japan, Amerika, da ist noch recht wenig. Es ist ein relativ kleiner Markt, aber wenn der Markt eng ist, muss man sich auch darum gut kümmern. Ich schätze, dass er in Österreich mittlerweile rund zehn Prozent vom gesamten Markt ausmacht", meint Schineis.

Dieser spürbare Trend zu mehr Naturerlebnis abseits von Skipisten und Langlaufloipen zeigt sich auch bei einem aus Skandinavien kommenden Trend, dem Backcountry Ski - eine Art breiter Langlaufski mit Stahlkanten für Wintertouren im leicht hügeligen Gelände.
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