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DI | 14.02.2012
Suzanne Harf (Bild: ORF)
KULTUR
Festspiel-Protokollchefin wehrt sich
Im Prüfbericht über die Osterfestspiele wird auch die Protokoll-Chefin des Sommer-Festspiele Suzanne Harf genannt. Sie wehrt sich gegen die Vorwürfe, sie habe eine Provision aus Sponsorgeld bezogen.
Arbeit für Osterfestspiele "sichtbar"
Harf will sich im "Salzburg heute"-Interview nicht ins "kriminelle Eck" stellen lassen.

"Ich möchte die Fakten nennen. Die Fakten sind: Ich bin seit 1987/88 bei den Sommerfestspielen beschäftigt, seit 1994 in meiner jetzigen Funktion", sagt die Protokoll-Chefin, "Ich habe ein paar Jahre lang - bis 2005 - zusätzlich für die Osterfestspiele gearbeitet. Ich habe die Event-Organsation gemacht. Das waren um die 15 Veranstaltungen pro Jahr. Dafür habe ich jährlich ein Honorar gestellt."

Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler habe von ihrer Tätigkeit gewusst: "Diese Arbeit war sichtbar und öffentlich."
Für das Harf war das keine Provision.
4.000 Euro für langjährige Arbeit für Kahn
Im Osterfestspiel-Prüfbericht ist von 4.000 Euro Provision an Harf die Rede: "Ich würde weder von einer Spende noch von einem Sponsoring sprechen", betont die Protokoll-Chefin, "Ich würde sagen, es gab eine Zuwendung von Donald Kahn an die Osterfestspiele. Es gab aber gleichzeitig - wie seit Jahren - eine Arbeit von mir für Donald Kahn."

Sie sei "seit über 20 Jahren" für Kahn die "Vertrauensperson in Salzburg", ergänzt Harf, "Daraufhin hat der Herr Kahn gesagt: 'Liebe Suzanne, du hast jetzt das und das für mich organisiert - während der Osterfestspiele, aber auch sonst. Ich gestehe dir aus dieser Summe von 50.000 Euro 4.000 Euro zu.' Es war nie die Rede - und das möchte ich klarstellen - diese eine Million Euro hat er erst 2006 bezahlt. Das habe ich erst vor einem Monat erfahren. Damit habe ich nichts zu tun. Und auch mit anderen Provisionen, die andere Leute genommen haben, habe ich nichts zu tun. Ich würde hier nicht von einer Provision sprechen. Das kann ich auch untermauern und das gibt es schriftlich."
Zahlung in bar "nicht verboten"
Die Zahlungen an Harf erfolgten laut Osterfestspiel-Prüfbericht teilweise auch in bar: "Das ist nicht unbedingt üblich, aber nicht verboten", sagt dazu die Protokoll-Chefin, "Ich kann Ihnen nicht sagen, warum ich es an dem Tag bar gebraucht habe. Aber es kann ja sein, dass ich was bezahlen musste - eine Rate für irgendwas. Das kann sein. Es wird ja unterschrieben. Das scheint genauso in der Buchhaltung auf wie eine Überweisung. Ich sehe da nicht das Problem. Früher wurden die Gehälter überhaupt bar ausgezahlt - sogar wöchentlich. Ich glaube, da ist nichts zu sehen."

Für sie sei alles, was sie im Zusammenhang mit den Osterfestspielen getan habe, sauber, betont Suzanne Harf.
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