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KULTUR |
08.02.2010 |
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Festspielaufträge nur gegen Schmiergeld?
In der Festspielaffäre sind neue Vorwürfe aufgetaucht: Ein Salzburger Unternehmer sagte im "Salzburg heute"-Interview, er habe einem Mitarbeiter der Sommerfestspiele Schmiergeld zahlen müssen, um an Aufträge zu kommen.
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Nicht der entlassene Technische Direktor. |
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Festspielmitarbeiter hielt die Hand auf
Die Salzburger Festspiele engagieren viele Fremdfirmen, um etwa die aufwendige Bühnentechnik bewerkstelligen zu können. Um diese Aufträge kümmert sich die technische Abteilung des Festivals.
Offenbar dürfte dafür nicht ausschließlich der entlassene Technische Direktor des Festivals zuständig gewesen sein. Denn der Salzburger Unternehmer, dem Strafverfolgung droht und der deshalb unerkannt bleiben will, berichtete, dass er bei einem anderen Festspielmitarbeiter Körberlgeld habe zahlen müssen, um Aufträge zu bekommen oder zu behalten.
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Forderungen in den "letzten Jahren"
"Ich war seit langer Zeit - etwa 15 Jahren - Lieferant der Salzburger Festspiele in der Technik", schilderte der Unternehmer im "Salzburg heute"-Interview. "Es hat, glaube ich, nie Probleme gegeben. Auf jeden Fall ist mir nie etwas zu Ohren gekommen - weder dass ich zu teuer war noch zu unzuverlässig oder sonst irgendetwas. Ich habe mich auch immer bemüht, die Salzburger Festspiele so zu betreuen, wie es sich gehört."
Allerdings habe es in den "letzten Jahren da einen Herrn gegeben, da war eine Auftragsvergabe schon immer mit einem - nennen wir es einmal so - ein bisschen erhöhten Trinkgeld verbunden".
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Ohne Zahlung "war ich weg"
Die "erhöhten Trinkgelder" definierte der Unternehmer so: "Früher waren es einmal ein, zwei Hunderter für die Mannschaft oder einmal ein Fass Bier oder so etwas. Und dann hat ein gewisser Herr gewisse Rechte in der Firma bekommen", erinnerte sich der Unternehmer. "Und der ist unverschämt geworden. Die Größenordnung ist so gewesen, dass sie für mich nicht finanzierbar war. Und ich habe dann gesagt: Wir lassen das Ganze. Das ganze Geschäft war dann halt vorbei."
Die Gelegenheiten, bei denen der Festspielmitarbeiter mehr Geld verlangt habe, beschrieb der Unternehmer so: "Bei größeren Investitionen nicht, denn da sind sie ja meistens zu zweit oder dritt gewesen. Aber derjenige ist dann halt die nächsten paar Tage so rein zufällig bei mir vorbeigekommen. Und irgendwann bin ich einmal explodiert und habe gesagt, ich mag nicht mehr - aus, es gibt nichts. Von da an war ich weg."
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Schon seit Jahren Gerüchte. |
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Rabl-Stadler über Bestätigung froh
Der ORF wollte am Montag Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler mit dem Gesprächsinhalt konfrontieren. Sie war gerade auf dem Weg nach Wien, sagte aber am Telefon, dass sie froh darüber sei, dass sich endlich jemand gemeldet habe, der langjährige Gerüchte bestätige.
Gleichzeitig verwies Rabl-Stadler aber auch auf den Kaufmännischen Direktor der Festspiele, Gerbert Schwaighofer, weil sie mit dem Bestellwesen nichts zu tun habe. Schwaighofer ist zurzeit allerdings auf Urlaub. Der ORF bat trotzdem um einen Rückruf, der bisher aber nicht erfolgte.
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salzburg.ORF.at; 8.2.10
Im Prüfbericht über die Osterfestspiele wird auch die Protokoll-Chefin des Sommer-Festspiele Suzanne Harf genannt. Sie wehrt sich gegen die Vorwürfe, sie habe eine Provision aus Sponsorgeld bezogen.
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8.2.10
Die Steuerberaterin der Sommerfestspiele, Brigitte K., die ohne Erlaubnis auch für die Osterfestspiele tätig war, wurde am Freitag beurlaubt.
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7.2.10
Die Salzburger Festspiele hätten in der Affäre rund um die Osterfestspiele sehr wohl rasch reagiert. Das sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler zu diesbezüglicher Kritik von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ).
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