|
|
|
 |
 |
VERKEHR |
09.02.2010 |
|
|
|
|
S-Bahn-Ausbau im Flachgau stockt
Die Salzburger S-Bahn war bisher eine Erfolgsgeschichte. Aber am Nordast in Richtung Straßwalchen (Flachgau) stockt jetzt der Ausbau: Ein Beispiel ist der Haltestellenbau in Seekirchen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Haltestelle Seekirchen-Süd wird nicht gebaut
Die wichtigste Haltestelle an dem S-Bahn-Ast Richtung Straßewalchen wäre in Seekirchen-Süd. Dort ist die Planung für eine neuen Park&Ride-Station längst fertig, die eisbahnrechtliche Genehmigung liegt vor und auch die Grundstücks-Ablösen sind ausverhandelt.
Dass nicht gebaut wird, liegt am Geld - konkret an der 2004 ausgehandelten 20-Prozent-Beteilgung des Landes: "Im heurigen Budget sind die Geldmittel nicht vorhanden - also nicht budgetiert", sagt Landesbaudirektor Christian Nagl, "Wir haben die Mittel derzeit im Rahmen des Konjunkturpakets für Hallwang und für Seekirchen-Bahnhof budgetiert. Was die Umsetzung des Mobilitätsvertrags anbelangt, sind wir etwas in Verzug geraten - und damit auch die Haltestelle Seekirchen-Süd."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
"Geld würde man irgendwie aufbringen". |
|
|
|
ÖBB spielen Ball weiter
Von Seiten des Landes verweist man auch auf die ÖBB. Deren Baubudget für Salzburg sei mit dem Großprojekt des Salzburger Hauptbahnhofsumbaus bis 2014 ausgeschöpft.
Doch das stimme nicht, kontert der ÖBB-Infrastruktur-Planer Hans Wehr auf ORF-Anfrage: "Das Geld für die Haltestelle Seekirchen-Süd würde man natürlich irgendwie aufbringen. Wir haben aber ein anderes Problem: In diesem ganzen Raum Seekirchen muss einfach die Verkehrsorganisation in ihrer Gesamtheit funktionieren."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gemeinde sucht auch Mitzahler
"Diese Aussage überrascht mich, freut mich natürlich sehr, ist ein ganz neuer Aspekt", sagt die Seekirchner Bürgermeisterin Monika Schwaiger (ÖVP), "Nachdem wir immer wieder nachfragen und seitens der ÖBB die Auskunft bekommen haben: Bis 2014 ist Seekirchen auf Eis gelegt."
Doch auch die Stadtgemeinde Seekirchen hat nicht genug Geld parat und sucht Mitzahler: "Es ist die Frage, ob wir in Seekirchen alleine diese Kosten der Gemeinden tragen sollen oder tragen müssen, weil's ja nicht allein in unserem Interesse ist, sondern auch im Interesse aller Umlandgemeinden", sagt Schwaiger, "Eugendorf, Henndorf, Obertrum, Seeham wären alle interessiert, dass die Verkehrslösung entschärft ist. Insofern vertrete ich auch die Meinung, dass alle, die daran partizipieren, mitzahlen sollen."
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Land soll sich mehr engagieren
Statt die Eugendorfer Busspur zu öffnen sollte das Land lieber mehr Geld für die Haltestelle Seekirchen-Süd locker machen, wird gefordert. 180 zusätzliche Park&Ride-Plätze nur eineinhalb Kilometer von Eugendorf entfernt wären nämlich ein besserer Beitrag zu Verkehrsentlastung.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|