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MI | 11.04.2012
Juwelier ueberfallen (Bild: ORF)
CHRONIK
Mit Rammbock gegen Juwelierauslage
In der Landeshauptstadt sind am Freitagabend Unbekannte mit einem Auto samt Rammbock in die Auslage eines Juweliers gefahren. Sie flüchteten aber ohne Beute. Zwei Verdächtige wurden gefasst, inzwischen aber wieder frei gelassen.
Großraumauto mit speziellem Holzgestell
Ein Großraumauto mit einem dreieckigen Holzgestell als Rammbock vorne dran: So prallten die Räuber gegen 20.30 Uhr in die Auslage des Juweliers am Karajanplatz.

Offenbar aufgeschreckt durch die Alarmanlage, flüchteten die Täter ohne Beute. Das Holzgestell blieb in der völlig zerstörten Auslage liegen. Die Polizei löste Großalarm aus.
Kriminalist: "Tatfahrzeug in Wien gestohlen"
Kurz darauf fanden die Beamten erst das leere Auto, wenig später spürten sie auch zwei Verdächtige auf. Sie hatten zu Fuß flüchten wollen. Den Wagen habe das Duo mit einem Holzgestell und einem Rohr präpariert, um mehr Durchschlagskraft zu erzielen, schilderte Christian Voggenberger vom Landeskriminalamt.

"Das Fahrzeug, mit dem die Tat begangen wurde, ist offensichtlich in Wien gestohlen worden. Mit diesem Fahrzeug wurde der Rammbock gegen die Türe gedrückt, so dass schließlich einer der beiden Täter das Geschäft betreten konnte."
Rammbock in der Auslage (Bild: ORF)
Der Rammbock lag nach der Tat noch in der zerstörten Auslagenscheibe.
Rammbock lag schon vor dem Geschäft
Die Tat müsse jedenfalls eindeutig vorbereitet gewesen sein, sagte Voggenberger.

"Der Rammbock dürfte sich laut Auskunft eines Zeugen schon zwei Tage lang vor dem Geschäft befunden haben. Diesem Zeugen war der Rammbock in einem kleinen Gastgarten eines nahe gelegenen Hotels aufgefallen. Dieser Zeuge hat den Rammbock dann auf die Straße gestellt in der Hoffnung, dass er vom Magistrat abgeholt wird", so Voggenberger.

"Weiters dürften die Täter im Vorfeld das Geschäft beobachtet haben."
Gefasste Verdächtige wieder frei gelassen
Bereits 20 Minuten nach der Tat wurden zwei Verdächtige nach einer Großfahndung im Stadtteil Maxglan verhaftet. Es handelt sich um einen 21-Jährigen aus Wien und eine 19 Jahre alte Frau aus Salzburg. Die beiden säßen in Haft und seien Samstagvormittag erstmals verhört worden, sagte Voggenberger.

Der 21-Jährige wurde von einem Zeugen eindeutig wiedererkannt. Allerdings bestritten sowohl der junge Mann als auch seine 19 Jahre alte Freundin jeden Zusammenhang mit der Tat. Am frühen Nachmittag wurde dies durch die Auswertung der Überwachungskamera bestätigt.
Alarmsirene ging sofort los
Die Täter haben jedenfalls nichts erbeutet - das ist für die Polizei mittlerweile klar. Denn als das Auto in die Auslage fuhr, ging die Alarmsirene los.

Die Täter dürften davon so erschreckt worden sein, dass sie sofort das Weite suchten - ohne etwas mitnehmen zu können.
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