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LANDWIRTSCHAFT |
05.02.2010 |
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Tempo bei Viehversteigerungen verdoppelt
Traditionelle Viehversteigerungen des Rinderzuchtverbandes Maishofen (Pinzgau) werden seit 2009 an einem Tag abgewickelt. Früher dauerte es zwei. Der Rinderzuchtverband spart sich Kosten, die Bauern Zeit.
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Klassifizierung, Auftrieb am frühen Morgen
Ganz einfach war es für die Veranstalter allerdings nicht, mit einer 40-jährigen Tradition zu brechen. Jetzt wird um 6.00 Uhr früh mit der Klassifizierung der Tiere begonnen, um 10.00 Uhr startet dann die Versteigerung.
Der Kunde kauft auch mit den Augen: Deshalb bemühen sich die Bauern nach Kräften, ihre Kühe für die Versteigerung in Maishofen besonders fein herauszuputzen. Vorher wird das Euter der Kühe auf mögliche Entzündungen untersucht.
Der Computer spuckt das Ergebnis dieser Kontrolle in zwei Minuten aus. Es fließt wie viele andere Faktoren in die Klassifizierung ein, die von drei Experten vorgenommen wird. Die Klassifizierung ergibt schließlich den Ausrufungspreis.
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 Bruno Deutinger |
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Personal beim Verband halbiert
Klassifizierung und Versteigerung finden seit August 2009 nun jeweils an einem einzigen Tag statt. Vorher hatten ein- oder verkaufswillige Bauern zwei Tage dafür einzuplanen, sagt Bruno Deutinger, Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes:
"Wir sind mit der gleichen Stückzahl um die gleiche Uhrzeit am Nachmittag fertig. Früher war der Auftrieb am Vortag, der findet nun am Morgen bis 10.00 Uhr statt. Anschließend folgt die Versteigerung. Vom Arbeitspersonal brauchen wir nun mehr als die Hälfte weniger als früher."
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Nur noch ein Tag für An- und Abreise
Jetzt bleibt für ausgiebige Gespräche der Besuch in der Kantine. Die legendären Maishofener Diskussionsabende gehören schon länger der Vergangenheit an, so Deutinger:
"Früher haben viele Bauern auch aus dem Lungau und Pongau immer hier in Maishofen übernachtet, sie kamen mit dem Privatauto; und die gekauften Kühe wurden mit dem Lkw abtransportiert. Heute haben viele Landwirte ihre eigenen Viehanhänger für den Pkw. Sie fahren dann noch am gleichen Tag nach Hause."
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Was sagen Bauern?
Alois Bergmüller und Hubert Fankhauser sagen, man musste sich früher ein bis zwei Tage zusätzlich Urlaub nehmen, um mitzusteigern oder zu verkaufen. Die neue Lösung sei sehr günstig: "Man kann sogar daheim vor der Abfahrt nach Maishofen in der Früh noch die Arbeit machen."
Und Angelika Wenger betont, für immer mehr Nebenerwerbsbauern könne es gar nicht besser gehen: "Auch die Vollerwerbsbauern wissen es zu schätzen, dass sie Zeit sparen."
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Die Preise haben sich bei der Versteigerung am Donnerstag nur auf durchschnittlichem Niveau bewegt, bedauerten die Verkäufer.
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