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WIRTSCHAFT |
18.01.2010 |
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Mehr Arbeitslose wollen selbstständig werden
Immer mehr Arbeitslose suchen ihr Glück in der Selbstständigkeit. Die Berater des Arbeitsmarktservice (AMS) müssen jedoch häufig von dieser Selbständigkeit abraten.
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Deutlich mehr Beratungen |
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Selbstständigkeit oft letzter Ausweg
Leicht können die Jungunternehmer nämlich ein Fall für die Schuldnerberatung werden. Beim Gründerservice der Salzburger Wirtschaftskammer steigt die Zahl der Beratungen rasant an - innerhalb eines Jahres um immerhin rund ein Drittel.
Immer mehr in Not geratene, Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte sehen nämlich in der Selbstständigkeit den letzten Ausweg aus der Krise.
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1.500 Gründungsberatungen im Jahr 2009
Rund 1.500 Salzburgerinnen und Salzburger haben im Jahr 2009 bei der Gründungsberatung der Wirtschaftskammer Rat gesucht - gegenüber 2008 ist das eine Steigerung von rund einem Drittel.
So wollten sich mehr Handwerker wie zum Beispiel Fliesenleger oder persönliche Dienstleister wie etwa Masseure selbstständig machen.
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"Große Herausforderung für die Berater"
Doch für immer mehr sei das eine Notlösung, beobachtet Peter Kober vom Gründerservice der Wirtschaftskammer. Selbstständig oder arbeitslos, laute ihre Devise, sagt Kober:
"Da waren viele Menschen dabei, die versucht haben, aus der Arbeitslosigkeit heraus ihr Glück in der Selbstständigkeit zu finden.
Für uns Berater ist das eine enorme Herausforderung. Denn wenn solche Menschen nach ihrer Arbeitslosigkeit auch noch mit einer gescheiterten Unternehmensgründung da stehen, dann ist das natürlich doppelt problematisch."
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"Mogelpackung" Subunternehmerschaft |
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Speditionen bieten Sub-Unternehmerschaft an
Immer öfter müsse er deshalb von einer Unternehmensgründung abraten. Denn die Firmengründung als Notlösung ende nur allzuoft bei der Schuldnerberatung, ergänzt Kober. Das bestätigt auch deren Chef Peter Niederreiter:
"Das sind zumeist Leute, die aus einer Notlage heraus quasi selbstständig 'gemacht' werden. Da gibt es zum Beispiel Speditionen, die sagen: 'Wir stellen Dir einen Kleintransporter zur Verfügung. Anstellen können wir dich nicht, aber wenn Du dich selbstständig machst, bekommst Du von uns die Aufträge.'
Wenn es dann aber keine Aufträge mehr gibt, dann sind diese Leute wieder Klienten für uns."
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Zahl der Neugründungen dennoch gesunken
Tatsächlich lassen sich offenbar auch viele dieser potenziellen Selbstständigen abschrecken: Die Zahl der neu gegründeten Firmen ist im Jahr 2009 gegenüber 2008 nämlich leicht gesunken.
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salzburg.ORF.at; 25.2.09
Salzburg gilt weiter bei Jungunternehmern und Firmengründern als gutes Pflaster: 56 von 1.000 Bewohnern machen sich hier selbstständig. Und viele sind geschäftlich erfolgreich.
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