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POLITIK |
20.11.2009 |
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Eltern und Lehrer gegen Herbstferien
Die Chancen auf Herbstferien im Land Salzburg schwinden. Nach dem Veto des Unterrichtsministeriums sprechen sich auch viele Lehrer und Eltern auf dem Land gegen Ferien zwischen Nationalfeiertag und Allerheiligen aus.
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Mehr als 90 Prozent "meiner Lehrer" dagegen
Nach internen Umfragen der ÖVP-nahen Christlichen Lehrergewerkschafter seien fast alle Lehrer gegen Herbstferien. Und viele Elternvertreter in Gemeinden sind - anders als die Landeselternvertretung - gegen eine schulfreie Woche im Herbst.
Keine Unterbrechung der intensivsten Lernphase im Schuljahr, das ist das Hauptargument von Lehrern und Eltern gegen Herbstferien.
FCG-Lehrervertreter Siegi Gierzinger hat in den vergangenen Wochen jede zweite Pflichtschule im Land besucht und Lehrer gefragt: "Ich war dort und habe dazu noch etwa 200 E-Mails bekommen. Deshalb kann ich nun feststellen, das mehr als 90 Prozent meiner Lehrerinnen und Lehrer an Volksschulen, Hauptschulen, Polytechnischen Schulen und Sonderschulen diese Herbstferien nicht begrüßen."
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"78 Prozent Gegner als Mittelwert"
Konkretere Umfragen hat Anton Haslauer, Lehrervertreter in Berusfbildenden Mittleren und Höheren Schulen nach einer Email-Umfrage:
"78 Prozent ist für alle Schulen der Mittelwert für die Gegner von Herbstferien. Das heißt, wir haben Schulen dabei, wo 97 Prozent der Lehrer dagegen sind. Viele haben erzürnt zurückgeschrieben, warum wir uns mit solchen Dingen beschäftigen, wo doch andere Themen anstehen."
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Kritik an "falschen Themen"
Haslauer nennt als Beispiel die HTBL Salzburg, wo seit zehn Jahren wegen des Platzmangels nun schon in Containern unterrichtet werden müsse: "Der Neubau findet nun wieder nicht stattt, weil sich Bundesimmobiliengesellschaft und Ministerium noch immer nicht einigen können."
Für seine Schulen seien Herbstferien reine Lernferien, ergänzt Haslauer - da im Oktober und November viele Schularbeiten und Tests angesetzt seien.
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Weniger begüterte Eltern sehen Nachteile
Das gleiche sagt AHS-Lehrervertreter Johann Plötzeneder. Für ihn sei nicht nachvollziehbar, wonach Schüler nach neun Wochen Sommerferien angeblich alles vergessen hätten: "Nach acht Wochen soll das offensichtlich nicht der Fall sein?"
Ute Huber ist Elternvereinsobfrau in der Volksschule Siezenheim und anderer Meinung als die Landeselternverteter: "Die derzeitige Regelung der Sommerferien bietet Familien die Chance, wenigstens ein paar wärmere Tage im September zu Preisen der Nachsaison zu genießen. Gerade für finanziell sehr strapazierte Familien würden dann voll in die Hauptsaison gezwungen. Dazu passt, wenn ich in den Herbstferien Urlaub machen will, dann muss ich schon Fernreisen buchen, weil hier oder in Italien nicht immer schönes Wetter ist."
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Unverständnis offenbar auch bei Schülern
Und Cornel Knapp, Elternvertreter in der Hauptschule Mittersill, ergänzt: "Witzigerweise ist nicht einmal bei den Schülern der Wunsch nach Herbstferien vorhanden. Das hat mich sehr verwundert."
Worauf die Landeselternvertreter ihre Forderung nach Herbstferien stützen, das fragen sich Elternvertreter und Eltern. Denn sie seien nicht gefragt worden.
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salzburg.ORF.at; 09.11.09
Die Personalvertreter der Pflichtschullehrer lehnen die von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) angekündigten Herbstferien vehement ab.
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07.11.09
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) bleibt bei ihrem Ziel, ab dem Schuljahr 2010/11 eine Woche Herbstferien einzuführen. Das betonte sie bei einem runden Tisch mit Sozialpartnern, Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern.
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