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CHRONIK |
24.08.2009 |
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Polizei kritisiert JVP-Feste
Nach der Schlägerei bei der "X-treme Party" in Hof kritisiert die Polizei die JVP-Feste. "Wo die Junge ÖVP am Werk ist, gibt es Schwierigkeiten mit Alkohol", sagt der Kriminalreferent im Flachgauer Bezirkspolizeikommando.
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Jugendliche "abgefüllt bis zum Gehtnichtmehr"
Gegenüber der APA sparte Winfried Stöger vom Bezirkspolizeikommando Salzburg-Umgebung nicht mit Kritik an der JVP. Er spricht von "organisiertem Trinken", wobei die Jugendlichen "zuerst abgefüllt werden bis zum Gehtnichtmehr", um viel Gewinn zu machen.
"Und wenn dann der Hut brennt, wäre es recht, wenn ein Haufen Polizisten da ist", sagt Stöger. Dabei liege die Hauptverantwortung für die Sicherheit beim Veranstalter und seinem Ordnerdienst. Wer schon alkoholisiert zur Party komme, dürfe auch nicht mehr hineingelassen werden.
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Bei Genehmigung oft im Sinn der Veranstalter. |
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Kritik an laschen Auflagen von Gemeinden
Es habe schon etliche Besprechungen mit Organisatoren und Bürgermeistern gegeben, dass derartige Veranstaltungen nicht von der Gemeinde, sondern von der Bezirkshauptmannschaft genehmigt werden sollten, betont Stöger.
"Doch der Veranstalter geht zuerst sämtliche Wege, um kostengünstig einen Bescheid zu erlangen - und der geht über die Gemeinde", ergänzt der Polizist. Die Gemeinde würden dann Auflagen im Sinn der Veranstalter machen - so sei die Sperrstunde bei der Party in Hof erst auf 3.30 Uhr festgelegt worden.
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Haslauer: 'JVP nicht zum Sündenbock machen'
ÖVP-Landesparteichef Wilfried Haslauer wehrt sich in einer Stellungnahme dagegen, "dass die Junge ÖVP als Veranstalter hier zum Sündenbock gemacht wird. Es gibt seit Jahrzehnten Partys und Veranstaltungen der JVP, die in der Regel geordnet und ruhig ablaufen."
Wenn - wie in Hof - "Menschen mit dem Vorsatz, Unruhe zu stiften, auf so eine Veranstaltung kommen, ist es für jeden Veranstalter enorm schwierig, diese zu unterbinden", ergänzt Haslauer.
Exekutive und Justiz sollten gegen Schläger "mit voller Härte" durchgreifen, ergänzt der ÖVP-Chef: "Es kann nicht so sein, dass ausschließlich die Veranstalter in die Ziehung kommen, weil ein paar Störenfriede hier Randale geschlagen haben."
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Insgesamt sieben, acht Verletzte
Bei der Party sei auch eine Gruppe vom Ring Freiheitlicher Jugend aus Faistenau (Flachgau) mit Jugendlichen aus Zuwandererfamilien aneinandergeraten, sagte ein ermittelnder Beamter am Montag der APA. Dabei hätten zwei Personen miteinander gerauft, eine wurde verletzt.
Insgesamt wurden bei der Party sieben, acht Personen verletzt - zum Teil durch Stürze. Denn fast alle waren stark alkoholisiert. Laut mehreren Zeugenaussagen waren an der Schlägerei insgesamt rund 30 Personen beteiligt, berichtete die Polizei am Sonntag.
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ÖVP-Geschäftsführer: Party früher beendet
Der Flachgauer ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Toni Elsenhuber betonte dagegen, dass es unter den rund 500 Partygästen keine Massenschlägerei gegeben habe. Auch sei die Veranstaltung nicht erst um 3.00 Uhr von der Polizei aufgelöst, sondern früher beendet worden.
"Wir haben um 1.45 Uhr keine Musik mehr gemacht und nichts mehr ausgeschenkt", sagte Elsenhuber der APA. Er selbst habe wegen der Rauferei um 1.56 Uhr die Polizei gerufen. Auf das Alter der Alkoholkonsumenten sei genau geachtet worden, es habe auch keine verbilligten alkoholischen Getränke gegeben. Die ÖVP will nun beraten, was man besser machen kann - so soll es eine intensivere Zusammenarbeit mit der Polizei geben.
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"Wenn viele Leute zusammenkommen, kann etwas passieren." |
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Landespartei sieht keine Probleme mit JVP
Gröbere Probleme mit JVP-Festen kann ÖVP-Landesgeschäftsführer Toni Santner dagegen nicht erkennen: "Wenn viele Leute zusammenkommen, kann etwas passieren, egal ob es eine JVP-Veranstaltung ist oder nicht."
Von alkoholfreien Festen hält er nicht viel: "Jeder soll selbst entscheiden, ob er Alkohol trinken will oder nicht." Es gehe um mehr Bewusstseinsbildung im Vornhinein, da seien auch die Erziehungsberechtigten gefordert. Die Jugendlichen sollten auch selbst mehr aufeinander achten, dass nicht zu viel getrunken werde.
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salzburg.ORF.at; 23.8.09
Bei einer Massenschlägerei in Hof bei Salzburg (Flachgau) sind in der Nacht auf Sonntag etliche Menschen verletzt worden. Zur "X-treme Party" hatte die Junge Volkspartei eingeladen. Die Polizei berichtet von Alkoholexzessen.
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