Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Komatrinken bei Jugendlichen (Bild: APA)
CHRONIK
Massenschlägerei bei Party der Jungen ÖVP
Bei einer Massenschlägerei in Hof bei Salzburg (Flachgau) sind in der Nacht auf Sonntag etliche Menschen verletzt worden. Zur "X-treme Party" hatte die Junge Volkspartei eingeladen. Die Polizei berichtet von Alkoholexzessen.
500 Gäste und hohe Promillewerte
Rund 30 großteils schwer Betrunkene seien in die Rauferei verwickelt gewesen, teilt die Austria Presse Agentur (APA) mit. Die Polizei musste demnach mit sieben Streifen anrücken, um die Lage wieder beruhigen zu können und die Veranstaltung vorzeitig aufzulösen. Das sagt der Kommandant der Polizeiinspektion Hof, Johann Primschitz.

Extrem sei vor allem der Alkoholkonsum vieler der etwa 500 Gäste gewesen: "Wir haben schon am Beginn der Feier um 21.00 Uhr bei einigen Jugendlichen Alkoholvortests durchgeführt, und die brachten Werte bis 1,5 Promille", schildert der Polizist.
Symbolfoto: Betrunkener Mann (Bild: DPA, Friso Gentsch) "Viele Besucher schwerst betrunken"
Im Pressebericht der Sicherheitsdirektion liest sich das so: "Insgesamt musste festgestellt werden, dass ein Großteil der Veranstaltungsbesucher schwerst alkoholisiert war."

Gegen 1.50 Uhr eskalierte die Lage dann. Zwei Jugendliche aus Thalgau zettelten aus noch nicht bekanntem Grund eine Rauferei an, in die letztlich etwa 30 Teilnehmer verwickelt waren. Die Polizei musste mit Streifen aus der Umgebung, sogar aus Hallein und der Stadt Salzburg, anrücken, um die Lage in den Griff zu bekommen. Um 3.00 Uhr, eine halbe Stunde vor dem genehmigten Ende, lösten die Einsatzkräfte die Veranstaltung auf.
Zahl der Verletzten wird noch ermittelt
Die Zahl der Verletzten steht noch nicht genau fest. "Die Rettung ist sieben- oder achtmal gefahren, um jemanden ins Krankenhaus zu bringen", so Primschitz. Nun würden die Meldungen aus den Spitälern abgewartet, ehe genau feststeht, wie viele Menschen verletzt wurden.

Am Sonntag hatte die Exekutive aber noch mit den Nachwehen der "X-treme Party" zu kämpfen, denn rund um den Veranstaltungsort gebe es eine "Spur der Verwüstung", so der Kommandant: umgerissene Schilder, zerbrochene Flaschen und Gläser, zertrampelte Blumen und Ähnliches.
Verletzungen durch Faustschläge
Schon Stunden davor war es in der Stadt Salzburg nahe dem Hauptbahnhof zu einer Rauferei mit fünf Beteiligten gekommen, von denen drei leicht verletzt wurden.

Als dabei einer auch ein Messer zog, alarmierte ein anderer die Polizei. Zwei der Teilnehmer wurden vorläufig festgenommen. Die Verletzungen stammen der Polizei zufolge von Faustschlägen und nicht vom Messer.
Polizei (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer) JVP-Funktionär: "Keine Massenschlägerei"
Der Veranstalter sieht die Ursache in verfeindeten Jugendlichen, die aufeinandergetroffen seien - "Rechtsradikale und Ausländer".

Toni Elsenhuber von der Jungen ÖVP betonte im Gegensatz zur einschreitenden Polizei gegenüber dem ORF, von einer Massenschlägerei könne auf seiner Party keine Rede sein.

"Es ist einfach schwierig, wenn verfeindete Jugendliche kommen. Da ist man als Veranstalter machtlos. Unsere Securitys haben versucht, das aufzulösen. Aber wir haben dann leider Gottes die Polizei gebraucht. Es haben sich immer nur zwei Leute geschlagen, nie die ganzen 25."
Aufräumarbeiten
Die Veranstalter waren Sonntagvormittag damit beschäftigt, die geleerten Flaschen einzusammeln sowie Scherben und Müll zu entsorgen.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News