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MO | 13.02.2012
Hammerklavier in Mozarts Wohnhaus (Bild: ORF)
KULTUR
Neu entdeckte Mozart-Stücke vorgestellt
Die Internationale Stiftung Mozarteum hat Sonntagvormittag zwei bisher unbekannte Mozart-Werke vorgestellt. Die beiden Klavierstücke des jungen Wolfgang Amade wurden in einem Notenbuch gefunden.
Im "Nannerl"-Notenbuch entdeckt
Der Konzertsatz des siebenjährigen Mozart ist nur als Klaviersatz erhalten. Der wissenschaftliche Leiter der Internationalen Stiftung Mozarteum, Ulrich Leisinger, hat das Stück im "Nannerl"-Notenbuch entdeckt.

Das kleine Werk ist zwar in der Handschrift des Vaters Leopold überliefert. Ulrich Leisinger aber hat es - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit - als ein Stück des jungen Wolfgang identifiziert.
Leopold Mozart dürfte niedergeschrieben haben, was ihm sein junger Sohn vorspielte.
Stücke des Vaters und Sohnes gemischt
"Es ist so, dass das 'Nannerl'-Notenbuch eine ganze Reihe von Stücken in Leopolds Hand enthält", sagte Leisinger. "Einzelne stammen mit Sicherheit von ihm als Komponisten, andere stammen vom jungen 'Wolferl' und bei wieder anderen hat man einfach nicht genügend darüber nachgedacht."

Bei dem neu entdeckten Stück "ist es so, dass der Konzertsatz, den wir als bedeutendsten Fund ansehen, den Eindruck einer Kompositionsniederschrift macht. Mit diesem Eindruck stimmt aber der musikalische Gehalt nicht genau überein, weil ein erfahrener Komponist wie Leopold so nicht komponiert hätte."

Das lege den Schluss nahe, dass der junge Mozart das Stück dem Vater vorgespielt habe, dieser habe es dann aufgeschrieben, betont der Musikwissenschaftler.
W. A. Mozart: Konzersatz in G-Dur (NMA Nr. 51)
Einblick in Klaviervirtuosität Mozarts
Das zweite Stück ist ein kurzes Präludium, ebenfalls für Klavier oder Cembalo. Die Entdeckung der beiden Stücke gibt nicht nur Aufschluss über die Kompositionsweise des sieben- bis achtjährigen Mozart, sondern beweist auch dessen hervorragende Klaviertechnik.

"Wir wissen eigentlich nur vom Hörensagen, dass der 'Wolferl' und seine Schwester eine hervorragende Klaviertechnik hatten", sagt Leisinger. "Hier in diesen Stücken wird uns das wirklich vorgeführt. Und man kommt wirklich ins Schwitzen, wenn man da nachmachen möchte, was der Junge mit acht oder neun Jahren einfach so spielen konnte."
W. A. Mozart - Pianostück in G-Dur (NMA Nr. 50)
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